Auf dem Weg zur Eurobike nach Friedrichshafen. Das Holzfahrrad ist definitiv ein Blickmagnet!

Qirubike Gründer Ernesto war mit seiner Marke Qiru als Aussteller auf dem Flare-Festival in Heidelberg vertreten, wo wir ins Gespräch kamen. Dort stand der Grund für unseren späteren Besuch: Es war nicht einfach nur ein Fahrrad. Es war ein Kunstwerk, ein Meisterstück, nur eben eines zum Fahren. Der Plan war schnell geschmiedet: Wir würden zurück nach Heidelberg kommen, uns die Holz Fahrräder von Qirubike einmal genau anschauen und vor allem selbst erfahren, wie es sich anfühlt, auf Holz unterwegs zu sein. 

Edles Holz, auf Hochglanz poliert und mit einer feinen, natürlichen und absolut einzigartigen Maserung versehen. Wer sich so ein Fahrrad kauft, kauft sich nicht nur ein Fahrrad. Es ist ein Kunstwerk, eine Anschaffung fürs Leben.

Martin Donat

Der Typ

Genau genommen ist Ernestos Sohn Jairo „schuld“ an der ganzen Sache. Der geht auf die Waldorfschule. Dort gibt es sogenannte Jahresarbeiten, in denen die Schüler sich ein Jahr lang einer selbstgewählten Aufgabe widmen. Jairo setzte sich das Ziel, ein Fahrrad zu bauen, da er, wie sein Vater, dem Rennradvirus verfallen war. Weil er keinen wirklichen Bezug zum Umgang mit Metall hatte, sein Vater stattdessen gern mit Holz arbeitete und im Bekanntenkreis einige Schreiner waren, lag die Idee nahe. Was daraus wurde? Hier seht ihr es! Die ganze Geschichte über Holz Fahrräder von Qirubike mit allen Details findet ihr in unserer Ausgabe #9.

Ernesto zeigte mir Jairos Jahresarbeit: Das „De La Hoja“, was spanisch ist und so viel wie „aus dem Blatt“ heißt. Es ist das Ur-Qiru und ich komme ins Staunen: Hätte ich damals in der Schule so etwas zustande gebracht, ich wäre stolz wie Oskar gewesen! 

Martin Donat
Ernesto, der Mann hinter Qirubike.
In dieser schönen großen Werkstatt entsteht jedes einzelne Qirubike in mühevoller Handarbeit.

Die Werkstatt

Unzählige Arbeitsstunden stecken in so einem Rahmen und bis aus dem Rohling das fertige Rad wird, vergehen weitere Stunden. In der Werkstatt steht gerade so ein Rohling. Es ist beeindruckend zu sehen, wie er aus den einzelnen, dünnen Platten entstanden ist und ebenso beeindruckend ist es, wenn man weiß, wie das Endergebnis aussehen wird.

Martin Donat
Martins Testrad. Sieht aus wie neu, ist es aber nicht. Tatsächlich ist es eines der ersten fertigen Bikes, die Ernesto gebaut hat. Einer der Vorteile von Holz: Man kann es jederzeit neu ölen und schon sieht es wieder aus wie neu!
Kaum zu glauben: Aus diesen Funierholzplatten wird mal ein Fahrradrahmen.
Ernesto präsentiert das „Rohholz“ seiner Fahrräder.
In diesen selbstgebauten Formen werden die Funierholzplatten verklebt und geformt.
Ernesto in seiner Werkstatt.
Vor Martins Abfahrt montiert Ernesto noch eine langstreckentaugliche Übersetzung.
Der Roh-Rahmen: Jetzt muss noch geschliffen und poliert werden.
Roh-Rahmen im Ganzen.
Um Holz zu bearbeiten ist definitiv keine Raketentechnik vonnöten.

lifeCYCLE Magazine #9

Diese Geschichte und viele weitere Stories rund ums Thema Fahrrad findet ihr in unserer Ausgabe #9, die ihr ganz einfach in unserem Shop bestellen könnt.

Das Bike

Das Holzrad hat seine Eigenheiten und seinen Charme, aber schon nach wenigen Kilometern sind wir beide ein Team. Wir genießen die Abfahrt runter zum Neckar, rollen eine Weile am Fluß entlang und kämpfen uns einen ersten Anstieg hinauf, der uns auf einen Radweg am Ufer der Elsenz bringt.

Martin Donat
Das Wunderschöne Endergebnis.
Mehr Charme geht nicht. Welcher Werkstoff kann mit dieser schönen Maserung mithalten?
Saubere Alternativ-Lösung der altbekannten Sattelstütze.
Fein gelaserte Edelstahlplatten am Hinterbau.
Ist das Kunst oder kann man das fahren? Man kann es fahren!

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