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Über uns – die lifeCYCLE Grundsätze

Braucht die Welt noch ein Fahrradmagazin? Diese Frage stellten wir uns, als wir uns im Sommer 2018 dazu entschlossen, das lifeCYCLE-Magazin aus der Taufe zu heben. Und wenn wir ganz ehrlich waren, mussten wir sagen: Nein, eigentlich nicht. Trotzdem haben wir es getan. Nein, die Welt braucht kein Magazin mit noch mehr News, noch mehr Werbung, noch mehr Tests. Aber die Welt braucht Menschen, die Rad fahren! Für erstaunlich viele Probleme der Menschheit gibt es nämlich eine verdammt triviale Lösung: Das Fahrrad. Unser Antrieb ist es, mit unseren Geschichten  Menschen zu motivieren, das Rad zu nutzen und einen Lebensstil zu pflegen, der auch folgenden Generationen noch eine faire Chance offenhält. Auf dieser Seite wollen wir dir zeigen, was das große Thema „Nachhaltigkeit“ für uns bedeutet.

Fahrradmagazin mit leidenschaft

Was gibt es Schöneres, als mit dem Fahrrad die Natur zu entdecken? Mit dem Fahrrad bist du schnell genug, um richtig rumzukommen, aber nicht zu schnell, um nicht die herrliche Natur in all ihren Facetten zu genießen. Herrliche Landschaften, idyllische Seen, geheimnisvolle Wälder oder atemberaubende Bergpässe. Der Wind, der dir um die Nase weht. Die Sonne, die dich zum Schwitzen bringt. Der Regen, der dich bis auf die Haut durchnässt. Es ist das pure Leben. Und es ist mehr, als ein Hobby: Es ist eine Leidenschaft, ein Lebensgefühl und so viel mehr, als eine Fahrt auf einem Fahrrad.

Wir wollen das, was wir so sehr lieben, so gut behandeln, wie es nur geht. Die wunderbare Natur, in der wir uns so gern bewegen, muss erhalten bleiben – und das wird immer mehr zu einer echten Menschheits-Challenge. Doch wie können wir dazu beitragen? Ganz sicher werden wir allein nicht die Welt retten. Aber wir können unseren Teil dazu beitragen, indem wir tun, was wir am besten können: Geschichten erzählen, die andere zum Nachdenken und Nachmachen inspirieren. Und natürlich erzählen wir nicht nur Geschichten, sondern versuchen selbst, so wenig Spuren zu hinterlassen, wie es nur geht. Natürlich geht es immer noch besser, aber irgendwie muss man ja anfangen. Wir haben nicht die (finanziellen) Mittel, um aus dem Vollen zu schöpfen, aber was wir zu einer möglichst nachhaltigen Lebensweise beitragen können, tun wir.

Nachhaltige mobilität

Der Versuch ein unscharfes Bild zu fokussieren

Wir hier beim lifeCYCLE Magazin sprechen eigentlich pausenlos von dieser Nachhaltigkeit. Aber auch viele andere machen das: Marmeladenhersteller, Bücher, Diskussionsgruppen, Autokonzerne, die Politik und eigentlich auch alle anderen in der Öffentlichkeit wirkenden Player. Die Frage ist: Sprechen wirklich alle vom selben? Damit mal klar wird, was wir mit Nachhaltigkeit meinen, gibt es hier ein paar Antworten auf häufige Fragen sowie eine Definition des Begriffs „Nachhaltigkeit“ und unsere Interpretation davon.

lifeCYCLE Magazine

Die „Seid-ihr-wirklich-so-nachhaltig“-FAQ?!

Was ist eigentlich Nachhaltigkeit?

Also mal ehrlich: Wer benutzt das Wort Nachhaltigkeit denn nicht gerne? Einfach mal so zwischendurch beim Gespräch mit dem Nachbarn oder im Büro, wenn es darum geht, neue Ideen zu sammeln. Wenn die Nachhaltigkeit ins Spiel kommt, dann ist alles doch immer gleich noch ein bisschen besser, sinnvoller und smarter.

Das hat langsam gewisse Ausmaße angenommen, sodass eigentlich niemand mehr genau sagen kann, was Nachhaltigkeit eigentlich konkret ist. Wenn wir mal ein Potpourri aus allen gefühlten Begriffen aufmachen, die ein nachhaltiges Produkt zu haben scheint, dann erhalten wir etwas Grünes, Natürliches, Lokales, vielleicht aus Holz Gefertigtes, auf jeden Fall aber Unverpacktes Ding, welches ohne Verbrennungsmotor, hingegen mit regenerativen Energien funktioniert und wo hinten, aber auch vorn kein Qualm rauskommt.

Am besten, es kommt gar nichts raus und bei der Herstellung wurde auch nichts gebraucht und wenn was gebraucht wurde, dann wurde es „upgecycelt“. „DIY“ war auch noch im Spiel. Wenn man es nicht mehr braucht oder es kaputtgeht, dann hinterlässt es keine Rückstände und muss nicht umständlich entsorgt werden. Bio könnte da dran stehen, mindestens aber Öko, Fairtrade sowieso und wenn es richtig gut kommt, dann ist es auch noch vegan.

Wenn wir von „nachhaltigen“ Produkten Abstand nehmen und eine „nachhaltige“ Lebensweise plakativ darstellen, dann ist da jemand, der oder die mit dem Fahrrad fährt und nur ganz selten das E-Auto benutzt, im Bioladen einkaufen geht, dort aber nur das besorgt, was selber nicht angebauen werden kann. Eine Person, die wenig fliegt, Second-Hand-Sachen oder wenigstens Fairtradebekleidung trägt, wenig und bewusst konsumiert, viel teilt und einfach versucht, ihren CO2-Abdruck so gering wie möglich zu halten. Zugespitzt ärgert sich dieser Jemand über jedes Blatt Klopapier, das er benutzen muss. Und natürlich kann „er“ ebensogut eine „sie“ sein oder gar „divers“ daherkommen.

Unbestritten liegen die Wurzeln bei Carl von Carlowitz, seines Zeichens Oberberghauptmann im Erzgebirge von 1711 bis 1714. Seine Idee, nur so viel Bäume abzuholzen, wie auch nachwachsen können, gilt als Leitmotiv der Nachhaltigkeit. Daraus entstand dann im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung der Grundgedanke, dass alle derzeit verfügbaren Ressourcen nur soweit aufgebraucht werden können, dass zukünftige Generationen nicht schlechter dastehen dürfen, als eben die aktuelle. Klar denken wir beim Thema Ressourcen zuerst an Öl, Holz, Kohle und so weiter. Aber natürlich ist das viel zu kurz gedacht.

Damit klar wird, welche Faktoren bei der Nachhaltigkeits-Betrachtung eine Rolle spielen, entstanden die Dimensionen der Nachhaltigkeit. Seit 1998 bestehen die drei Dimensionen: Ökologie, Soziales und Ökonomie.

made with

Und: Made „umme Ecke“. Wir haben uns bewusst für eine Druckerei ganz bei uns in der Nähe entschieden, die nach klaren ökologischen Vorgaben arbeitet und dementsprechend zertifiziert ist. Unser Heft wird hier auf 100 Prozent Recyclingpapier gedruckt. Außerdem können wir uns selbst vor Ort ein Bild machen und das fertige Heft braucht nur noch rund 50 Kilometer zurücklegen, bis es schließlich bei uns ist. 

Bei einem unserer Besuche in der Druckerei haben wir ein kleines Video gedreht, sodass auch du einen kleinen Eindruck davon bekommen kannst, wie unser Heft entsteht.

lifeCYCLE & die nachhaltige Mobilität

Wir vom lifeCYCLE Magazin beschäftigen uns besonders ausführlich mit einer Unterkategorie von Nachhaltigkeit, nämlich der nachhaltigen Mobilität. Das sollte doch schon viel greifbarer sein, oder? Fahrradfahren ist nachhaltig, Auto fahren nicht. E-Autos sind besser als solche mit Verbrennungsmotoren, Carsharing führt zu einer Entlastung des Verkehrs in den Städten. Nach einigen weiteren Definitionsversuchen und Recherchen kommt man jedoch zu der Erkenntnis, dass zu jedem gefühlten Fakt eine bittere Wahrheit existiert. Zum Beispiel diese: Carsharing bringt mehr Verkehr in die Städte. Und noch viel schlimmer, die Autokonzerne nutzen Carsharing als Vertriebsweg und zu Marketingzwecken.

Aber warum führen Menschen eigentlich gute Ideen so oft „ad absurdum“? Vielleicht ist die Antwort ganz einfach: Weil sie es können. Die schier unendlichen technischen Möglichkeiten in Verbindung mit sozialem Druck führen dazu, dass sich Menschen pausenlos fortbewegen. Sowohl in der Freizeit, als auch im Büro gelingt es, den sozialen Status durch ausufernde Mobilität zu festigen und aufzubauen. Klar, was klingt interessanter: Radurlaub in Island oder Radurlaub in Sachsen Anhalt? Und wir reden dabei nicht mal nur vom Urlaub: Wohnen in Hamburg – arbeiten in Berlin, wöchentliches Pendeln von Stuttgart nach Leipzig, für ein Konzert mal eben nach London und so weiter. Wenn wir ehrlich sind, fällt es uns einfach schwer an einem Ort zu bleiben.

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Schokofahrt

Geschichten, die inspirieren wollen

Hier setzen unsere Geschichten an. Aus eigener Erfahrung können und wollen wir allen sagen: Weniger ist manchmal so viel mehr! Darum gilt für uns: Jede*r, die oder der sich mit dem Thema auseinandersetzt und auch nur zu einem kleinen Teil einen Beitrag leistet, ist wichtig. Jede*r, die oder der das Gefühl hat, ständig auf Achse zu sein (welche Achse auch immer), aber nie anzukommen, sollte überlegen, warum das so ist. Dieser Grundsatz sollte laut unserem Verständnis von Nachhaltigkeit für alles gelten. Alle Menschen haben Bedürfnisse, aber nicht alle müssen ständig und sofort befriedigt werden. Wir leben und agieren nicht in einem luftleeren Raum, sondern wegen und mit allen anderen.

Jede*r kann mitmachen!

Aber das reicht natürlich noch lange nicht aus. Wenn jeder Nachhaltigkeit nur als Einschränkung und nicht als Gewinn versteht, kommen wir auch auf keinen grünen Zweig. Das heißt: umdenken, neu denken und Spaß daran haben. Das Ziel muss es sein, den zukünftigen Generationen nichts wegzunehmen, sondern mindestens die aktuellen Ressourcen zu bewahren. Fast lässt sich einfach die goldene Regel, die jedes Kind kennt, anwenden: Was du nicht willst, dass man dir tu‘, das füg auch keinem andern zu. Anders gesagt: Was du gern hast und auch in Zukunft gern hättest, das bewahre mit allen Mitteln. Und auch, wenn es sich erstmal einschränkend anfühlt, muss es das noch lange nicht auf Dauer sein.

Hansegravel

First Ride
then Read!

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