Für unsere Ausgabe #4 durften wir ein besonders Rad fahren: das Specialized S-Works Roubaix Dura Ace Di2. Und ein außergewöhnliches Fahrrad erfordert eine außergewöhnliche Fahrradtour, oder etwa nicht? Davon haben wir in Bormio gleich mehrere gefunden! Hier sind alle Daten zu unserer „Pass-Legenden der Leidenschaft“-Woche in Bormio.

Die Touren


Kurz gesagt haben wir so ziemlich jeden Pass mitgenommen, den man rund um Bormio fahren kann. Der Klassiker, der Stelvio, durfte natürlich nicht fehlen. Der Mortirolo war mit dabei und auch der Gavia. Das alles war verpackt in zwei richtig tolle Rennradevents: Den Granfondo Stelvio Santini und das Haute Route Stelvio. Der Granfondo findet an einem Samstag statt, rund 3.000 Teilnehmer machen mit. Rund 150 Kilometer und 4.000 Höhenmeter sind eine ordentliche Ansage. Dabei lernst du den Stelvio kennen und den durchaus gemeinen Mortirolo. Zwei echte Klassiker also! Eine Woche später fand das Haute Route Stelvio statt. Das Motto dieser Veranstaltung ist „Race like a pro“! Im Stile eines Etappenrennens fährt du an drei aufeinanderfolgenden Tagen durch die Alpen, inklusive abschließendem Einzelzeitfahren. Wie die Profis genießt du professionellen Support von Mavic an der Strecke. Es gibt einen Rennarzt und nach der Tour wartet eine Massage auf dich. Vor allem aber warten drei tolle Tage auf dem Rennrad auf dich vor einer Kulisse, die einfach atemberaubend ist!   Das waren die Rahmenbedingungen für einen intensiven Test von Specialized Endurance Rennrad „S-Works Roubaix Dura Ace Di2“. Das Ergebnis findest du hier.

Rennradfahren in und um Bormio – beste Bedingungen, um ein Fahrrad richtig zu testen!

Die Vorbereitung


Die größte Schwierigkeit bei der Planung war das Finden einer passenden Bahnverbindung. Denn wie ihr wisst, sind Auto und Flugzeug für uns tabu. Wir lieben „slow-travel“, nehmen uns gern Zeit – schon bei der Anreise. In diesem Fall war es trotzdem gar nicht so einfach. Am Ende klappte es trotzdem und zwar so:

  • Es gibt eine neue Schnellzugverbindung von Deutschland nach Mailand: Der ECE 151 verkehrt von Frankfurt nach Mailand, Spartickets sind ab rund 50 Euro zu haben. Leider ist dieser Zug nicht wirklich für die Fahrradmitnahme vorbereitet. Wir haben unser Testrad daher so kompakt es nur ging in eine TranZ-Bag Tasche gepackt, sodass es in die Gepäckablage passte.
  • Von Mailand aus fährt ein Regionalzug nach Tirano.
  • Von Tirano verkehrt im Stundenrhythmus ein Bus bis nach Bormio. Die Fahrradmitnahme ist hier problemlos möglich. Hier findest du den Fahrplan: http://www.busperego.com/linee-ordinarie.php?l=1199#orari.
  • Wenn du dich für eine Teilnahme am Haute Route Event interessierst, könnte das neue „Infinity“-Angebot spannend sein. Der Infinity Pass bietet unbegrenzten Zugang zu den weltweiten Radsportveranstaltungen der Haute Route und lohnt sich schon nach zwei Veranstaltungen: https://www.hauteroute.org/infinity.

Die Geschichte zur Reise


Im lifeCYCLE Magazine #4 kannst du unsere ausführliche Reisestory nachlesen. Darin erfährst du, wie Martin’s Reise nach Bormio verlief, wie die Zugverbindung geklappt hat, wie die beiden Events verlaufen sind und was man in Bormio so tun kann, wenn man mal nicht auf dem Fahrrad sitzt. Dazu gibt es natürlich viele schöne Bilder auf echtem Papier. Es lohnt sich!

lifeCYCLE Magazine Ausgabe #4 mit der ganzen Geschichte zum Rennradfahren in Bormio und auf den Stelvio, das Stilferser Joch,  – jetzt in unserem Shop bestellen!
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Die Touren


Im Folgenden findest du die Links zu den einzelnen Touren auf unserem Komoot Profil. Viel Spaß beim Nachfahren. Vielleicht hast du ja auch Lust, unser Komoot-Profil zu abonnieren? Wir laden dort regelmäßig alle unsere Touren hoch, die mit Geschichten im Magazin zu tun haben und bereiten diese schön auf, sodass du einen guten Eindruck von den Strecken bekommst, und sie – wenn du Bock hast – nachfahren kannst.

Erstmal ankommen und einleben. Aber so ganz ohne Radfahren ist das doch auch doof. Wie gut, dass es diese kleine Auffahrt zu den Torri die Fraele gibt! Rund 1.000 Höhenmeter auf 15 Kilometer verteilt, das kann man schon noch hinbekommen. Oben ist die Aussicht klasse und der Blick auf die Serpentinenstraße macht Lust auf mehr!

Steil, steiler, Mortirolo! Der war auf dieser Tour die wahre Challenge. Zum einen, weil er halt einfach steil ist. Zum anderen, weil er dich so fertig macht, dass danach der Stelvio zu einem besonderen Vergnügen wird. Kleine mentale Gemeinheit: Bevor es auf den Stelvio geht, fährst du mitten durch Bormio (und somit quasi an deinem Hotel vorbei). Ein toller Tag mit Höhen und Tiefen, eine unvergessliche und wunderschöne Tour!

Rund um Bormio kann man sich auch „ganz entspannt“ ein bisschen die Zeit vertreiben. Der Adda-Radweg ist echt schön. Ein besonderes Highlight ist ohne Zweifel die heiße Quelle, zu der dich diese Tour führt. Alternativ ist natürlich ein Besuch der weltbekannten Thermen von Bormio eine extrem entspannende Angelegenheit.

Das können wir wirklich jedem empfehlen: Eine Fahrt hoch zum Stelvio gegen Nachmittag, die so endet, dass du oben in den Sonnenuntergang fährst. Zum einen bist du dann fast allein hier oben, was schonmal richtig cool ist. Denn normalerweise kann es auf dem Stelvio ganz schon voll sein. Vor allem aber ist es einfach ein absolut episches Erlebnis. Wenn die Sonne hinter den Berggipfeln verschwindet, ist das Licht hier oben wahrhaft golden. Ein unbezahlbares Erlebnis!

Tag 1 des Haute Route Stelvio. Erst hoch in Richtung Stelvio, dann über den Umbrailpass auf einer atemberaubenden Abfahrt ins Münstertal. Es folgt der „wahre Stelvio“ von Prad aus. Klingt kompakt, ist aber ein anstrengendes Programm. Ein ganz heißer Tipp für eiskalte Tage: Warme Sachen einpacken! Selbst mitten im Sommer hatten wir oben auf dem Umbrail Dauerregen bei zwei Grad, was in kurzem Sommeroutfit mäßig genussvoll war.

Tag 2 Haute Route Stelvio. Heute warten der Mortirolo und der Gavia auf dich. Beide Pässe haben es ganz schön in sich. Rund 150 Kilometer hast du am Ende geschafft. Tipp: Nimm Licht mit! Denn oben auf dem Gavia erwartet dich ein völlig unbeleuchteter Tunnel. Ohne Licht kein gutes Gefühl und sicherlich auch nicht ganz ungefährlich.