Zugegeben – Merida war nicht unbedingt die erste Bike Company, an die wir dachten, wenn es um die nächste Bikepacking-Graveltour ging. Bis wir auf’s Modell SILEX stießen. Schon auf den ersten Blick sieht es irgendwie anders aus. Auf den zweiten Blick findet man viele Details, die in der Theorie stimmig wirken. Wir wollten es genau wissen und überprüften das SILEX6000 auf einer spannenden Fahrt vom Ruhrpott auf die schottische Insel Arran.

Text: Martin Donat

Inhalt

  1. Allgemeines
  2. Unser Testbike
  3. Ausstattung und Geometrie
  4. Setup
  5. Die Testfahrt
  6. Der Test

Voll bepackt ging es los. Vom Ruhrpott nach Belgien. Von Belgien nach Frankreich. Mit der Fähre nach Dover. Von Dover nach London. Mit der Bahn nach Newport und dann endlich durch Wales nach Norden. Wenn wir Räder testen, geben wir uns Mühe 🙂

Allgemeines

Was also macht dieses Bike zu etwas Besonderem? Auf den ersten Blick wirkt der Rahmen irgendwie anders. Auf den zweiten Blick fällt auf, woran das liegt: Das Steuerrohr ist richtig lang. Also studierte ich mal die Geometriedaten,. Schnell wird klar, was dahintersteckt. Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen, dass Merida mal ordentlich über den Tellerrand gelugt hat und mit dem SILEX einen feinen Mix aus Road- und Mountainbikegeometrie auf die Räder gestellt hat. Durch das lange Steuerrohr soll man deutlich aufrechter sitzen, als auf einem herkömmlichen Rennrad. Der relativ flache Lenkwinkel und der kurze Vorbau sollen für gutes Handling vor allem im Gelände sorgen. Wie bei aktuellen Mountainbikes wird der kurze Vorbau durch einen längeren Hauptrahmen kompensiert, was ebenfalls dem Handling zugute kommen soll und was sich an vielen modernen Mountainbikes durchzusetzen scheint. 

Merida SILEX 6000

Dieses recht progressive Rahmendesign wird ergänzt durch allerlei Details, die den Einsatzbereich des SILEX breit fächern. Da wäre zum Beispiel die große Reifenfreiheit. Standardmäßig kommt es mit 35 mm breiten Gummis, bis zu 44 mm sind aber drin bei einem 700c Reifen. Optional können bis zu 2 Zoll (50 mm) breite 650B Laufräder montiert werden. Damit ist klar: Dieses Bike darf auch im Gelände engagiert bewegt werden! Dazu passen die 12-mm-Steckachsen vorn wie hinten und die hydraulischen Scheibenbremsen, die an den günstigen Modellen durch mechanische Scheibenstopper ersetzt werden. Die meisten SILEX Modelle kommen mit pflegeleichtem und bewährtem 1 x 11 Antrieb. Dank allerlei Befestigungsösen ist das Bike nahezu prädestiniert für richtige Bikepacking-Trips, sogar die Montage eines Gepäckträgers ist mittels kleinem Zusatzadapter möglich und auch die Gabel nimmt Flaschenhalter oder spezielle Gepäck-Halterungen auf.

Kleine Modifikation: Den Originallenker tauschte Martin gegen den neuen Gravellenker von Acros, der ebenfalls Inspiration aus dem MTB Bereich erfahren hat.

Interessant ist auch die Preisgestaltung: Die günstigen Alumodelle sind aktuell schon ab rund 1000 Euro zu haben. Das von uns getestete Mittelklassemodell SILEX6000 kostet aktuell um die 2000 Euro. Man kann also sagen: Hier gibt es ziemlich viel Bike für überschaubares Budget.

Kurz zusammengefasst: Viele interessante Ansätze stecken im SILEX, die es zumindest auf dem Papier zu einem extrem vielseitigen und erschwinglichen Bike machen, das vor allem im Bereich Gravel und Bikepacking seine Stärken haben dürfte. Also habe ich einen richtig amtlichen Gravel-Bikepacking-Plan geschmiedet, auf dem ich Merida’s SILEX6000 einmal richtig auf den Zahn fühlen wollte.

Ein langer Weg liegt vor Merida’s Silex.

Unser Testbike: Merida SILEX6000

Unser SILEX6000 ist das Mittelklasse Modell der SILEX-Familie. Man kann sagen: Es ist gut und günstig ausgestattet. Neben einigen hauseigenen Parts (Lenker, Vorbau, Sattelstütze) kommt eine SRAM Apex 1 Schaltgruppe zum Einsatz, die mit SRAM Apex Scheibenbremsen kombiniert wird. 44 Zähne vorn und eine 11-42er Kassette hinten sorgen für eine große Bandbreite, die auch in hügeligem Gelände keine Probleme machen dürfte. Gespannt war ich besonders auf die „Razzo“-Reifen von Maxxis, einem 35 mm breiten Semislick, dem man boshafterweise unterstellen könnte, nichts Halbes und nichts Ganzes zu sein. Weil die geplante Reise etwas länger dauern würde, bestellte ich direkt einen kleinen Adapter mit, der notwendig ist, um einen Gepäckträger zu montieren. Auf die Weise konnte ich große Gepäckträgertaschen mitnehmen und locker Zelt, Schlafsack und was man sonst so alles braucht, wenn man nach Schottland fährt, unterkriegen. Noch schöner wäre es natürlich gewesen, wenn die beiden dafür notwendigen Gewinde ebenfalls direkt in den Rahmen integriert gewesen wären. Zwei weitere Änderungen nahm ich vor: Zum einen wechselte ich vom verbauten Prologo-Sattel zum meinem Hintern bekannten SQ-Lab-Modell, eine reine Vorsichtsmaßnahme, um unterwegs nicht zu sehr leiden zu müssen. Zum anderen montierte ich den neuen Gravellenker von Acros – Grund dafür: reine Neugierde.

Ausstattung und Geometrie

Mehr Infos zum Merida „SILEX6000“ gibt´s unter https://www.merida-bikes.com/de_de/bikes/road-fitness-gravel/gravel/2018/silex-6000-8995.html.

  • Preis: 2.349 Euro
  • Gewicht: circa 9 kg
  • Rahmen: Merida Silex CF2
  • Rahmengrößen: XS(44), S(47), M(50), L(53), XL(56)
  • Gabel: Silex Carbon 12 FM
  • Lenker: Merida Expert, oval 31,8 mm
  • Vorbau: Merida Expert, Ø 31.8mm, +/-5°
  • Sattel: Prologo Scratch, 142 mm
  • Sattelstütze: Merida Carbon Expert Ø 30.9mm
  • Bremsen: SRAM Apex, 160 mm
  • Schaltung: SRAM Apex, 1×11-fach
  • Kurbeln: Sram Apex 1 144 Zähne
  • Schaltwerk: Sram Apex 1
  • Kassette: Sram PG-1130 11-fach 11-42T
  • Kette: KMC X11-1
  • Naben: 6-Loch 12x100mm (QR) / 6-Loch 12-142mm (QR)
  • Felgen: Merida Expert CC
  • Reifen: Maxxis Razzo 35mm faltbar
XS (44) S (47) M (50) L (53) XL (56)
Reach 379 mm 390 mm 400 mm 415 mm 430 mm
Stack 558 mm 607 mm 626 mm 645 mm 664 mm
Oberrohr effektiv 548 mm 564 mm 580 mm 600 mm 620 mm
Kettenstrebe 430 mm 430 mm 430 mm 430 mm 430 mm
Tretlager Überhöhung 75 mm 75 mm 75 mm 75 mm 75 mm
Lenkwinkel 71 Grad 71 Grad 71 Grad 71 Grad 71 Grad
Sitzwinkel 74 Grad 74 Grad 74 Grad 74 Grad 74 Grad
Radstand 1027 mm 1044 mm 1061 mm 1082 mm 1104 mm

Warum diese Taschen immer so schwer sind, kann man dann erahnen, wenn man den Inhalt herausgeräumt und aufgebaut hat…

Setup

Kennst du das Problem: Je größer die Tasche, desto mehr nimmt man mit?! Aus diesem Grunde war ich mir nicht sicher, was mehr Sinn ergibt: Das leichte Bikepacking-Geschirr oder die voluminöse Gepäckträger-Version. Spätestens, als die neuen „Aqua-Light“-Taschen von Vaude zum Testen ins Haus flatterten, stand aber die Entscheidung. Immerhin würde ich mehr als eine Woche unterwegs sein, brauchte ein Zelt, Schlafsack, meine Fotosachen und Bekleidung zum Umziehen und für gewisse Wetterkapriolen. Da ich ein paarmal mitten in der Natur campen wollte, musste zudem etwas Camping-Geschirr und im besten Fall auch ein Campingkocher ins Gepäck. Die normalen Bikepacking-Taschen wären damit überfordert gewesen.

Zwischendurch „durfte“ auch mal die Bahn ran. Ansonsten wäre die weite Anreise in so kurzer Zeit nicht drin gewesen. Außerdem gibt es auch in England Gegenden, da muss man nicht unbedingt mit dem Rad hindurch…

Um die Seitentaschen zu montieren, musste zunächst ein Gepäckträger ans Rad. Das ist grundsätzlich am Merida vorgesehen, man braucht dafür nur einen kleinen Adapter für die obere Befestigung, der prinzipiell schnell montiert ist. Etwas Fummelei war es trotzdem – entsprechende Gewindehülsen im Rahmen hätten mir besser gefallen, auch wenn das vermutlich mit dem schlanken Carbon-Hinterbau so nicht möglich ist. Die Adapterlösung finktioniert aber auch und ist ganz und gar nicht teuer: Diese „Gepäckträger-U-Bügel“ sind Standard und für wenige Euro zu haben.

Kostet wenig, bringt viel: Dank diesem Adapter lassen sich am Silex Gepäckträger montieren.

Da Acros gerade seinen neuen Gravel-Lenker rausbrachte, montierte ich diesen prompt. Er ist schön breit und hat 25 Grad Flare, was die Montage der Lenkerrolle stark vereinfachte.

Lenkerrolle und Rahmentasche kamen ebenfalls von Vaude. Statt im Rahmen befestigte ich zwei Trinkflaschenhalter vorn an der Gabel, wenn das schon möglich ist. So war mehr Platz für die Rahmentasche vorhanden. Das war’s – alles andere blieb, wie es ist. Auf den ersten Blick machte das SILEX einen super Eindruck, ich schien bestens gerüstet für meine Reise.

Die Testfahrt

Um das Merida SILEX6000 vernünftig zu testen, hatte ich mir mal wieder etwas Besonderes ausgedacht. Dieses Mal lautete das Ziel: Isle Of Arran, Schottland. Dort fand Mitte Juli das „Grinduro“ Event statt. Ich würde das Merida also nicht nur im echten Bikepacking Modus inklusive voller Beladung ausprobieren, sondern direkt auch herausfinden können, wie es sich ganz ohne Gepäck im Gelände und mit Fokus auf Highspeed anfühlt. Weil rund neun Tage für diese Distanz inklusive Event etwas knapp bemessen waren, wollte ich vereinzelt mit der Bahn fahren. Optimalerweise dann, wenn die Route vermutlich ohnehin nicht so schön gewesen wäre. Soweit der Plan. Fakt war auf jeden Fall: Ich wollte in neun Tagen so viel und so intensiv auf dem SILEX unterwegs sein, wie nur irgendwie möglich. Den genauen Routenverlauf inklusive GPS Daten und Tipps könnt ihr euch hier anschauen. Dort gibt es auch alle Etappen mit Link zu unserem Komoot Profil.

Alles über die spannende Reise vom Ruhrpott bis zur Isle of Arran in Schottland kannst du im lifeCYCLE Magazin #4 nachlesen, das du in unserem Shop bestellen kannst.

Die Fahreindrücke

Teil eins meines Schottland Abenteuers begann in Deutschland, vor meiner Haustür. Meine erste Etappe war direkt sehr sportlich: 250 Kilometer von zu Hause nach Antwerpen. Mit dem leichten Renner kein Problem. Mit voll bepacktem Gravelbike bei rekordverdächtiger Sommerhitze eine ganz schöne Challenge. Am Ende war ich völlig fertig. Dem Bike kann ich daran aber nicht den Hauch einer Schuld geben. Im Gegenteil: Ich saß bis zuletzt erstaunlich entspannt im Sattel, insbesondere die üblichen Schwachstellen (Hintern und Rücken) fühlten sich noch richtig gut an. Offenbar sitz man also tatsächlich ziemlich komfortabel. Langstreckentauglichkeit konnte ich dem Merida also schon nach dem ersten Tag bescheinigen. Im Übrigen war ich recht angetan vom Reifen: Etappe eins war geprägt von langen Asphaltpassagen und genau dort rollte der Maxxis Gravelreifen erstaunlich gut. Einen Platten hatte ich unterwegs, allerdings war der Ventilansatz undicht. Ich hoffte also, dass dieser Platten ein Einzelfall sein würde.

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Tatsächlich der einzige Platten: Nach 80 Kilometern, weil irgendwas am Ventilansatz undicht war. Zu dem Zeitpunkt der Tour trotzdem irgendwie beunruhigend.

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Völlig am Ende schon nach Etappe 1: Martin war so durch, dass er nichtmal die Pizza auf schaffte.

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Spätestens in Wales änderten sich die Bedingungen gründlich. Dort war es niemals flach. Meist ging es steil bergauf – oder eben bergab. Zudem unternahm ich hier von Zeit zu Zeit kleine Exkursionen in wirklich sportliches Offroad-Gelände. Das war eigentlich nicht der Plan. Ein paar Wege, die ich herausgesucht hatte, entpuppten sich aber als ziemlich technische und steile Singletrails. Einige Male war ich mir nicht sicher, ob ich mein vollbepacktes Bike nicht lieber schieben sollte, insbesondere um einen Platten zu vermeiden. Ich fuhr dann meistens doch. Und wurde belohnt: Nicht ein einziges weiteres Mal musste ich den Schlauch wechseln. Vermutlich sah ich nicht sehr elegant dabei aus, wie ich den Packesel über die engen Trails manövrierte – aber es funktionierte. Mein Zwischenfazit in Sachen Offroad-Tauglichkeit: Die Reifen bieten einen hervorragenden Durchschlagschutz und guten Grip. Die Bremsen sind sehr gut. Die Geometrie ist so gut, dass ich mich trotz schwerem Gepäck einigermaßen sicher fühlte. Alles hat gehalten und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich hier einige Male auf Trails unterwegs war, die deutlich über den normalen Einsatzbereich eines solchen Bikes hinausgingen.

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Offroad vom Feinsten! In Wales führte die Route über Trails, die auch mit dem Mountainbike schon eine Nummer gewesen wären. Aber schön waren sie!

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Gut, dass es auch in Wales Supermärkte gibt. Sonst wäre das Gepäck noch schwerer gewesen 😉

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Phase drei wurde auf Arran geentert. Hier demontierte ich endlich alle Taschen, das Merida stand zum ersten mal „nackt“ vor mir. Mit ungeahnter Leichtigkeit würde ich morgen damit beim Grinduro mitfahren – ungeahnte Vorfreude machte sich breit.

Und dann ging es am nächsten Tag endlich los! Meine von der Anfahrt schweren Beine wurden beflügelt durch die unglaubliche Leichtigkeit, die sich – zumindest gefühlt – durch die fehlenden Taschen einstellte. Dadurch wurde auch eine Eigenheit der Geometrie „verstärkt“, die mir bisher, aufgrund des hohen Gesamtgewichtes und dem Schwerpunkt weit hinten, gar nicht aufgefallen war: Durch die aufrechte Sitzposition und das hohe Steuerrohr samt kurzem Vorbau bringt man relativ wenig Druck aufs Vorderrad. Daraus resultiert hohe Wendigkeit und ein etwas „flatteriges“ Lenkgefühl, dem man allerdings entgegenwirken kann. Es ist ein bisschen, wie bei den neuen Mountainbikes, die ja ein ähnliches Geometrieprinzip nutzen: Langer Rahmen, flacher Lenkwinkel, kurzer Vorbau. Der Trick ist, dass man das Körpergewicht relativ bewusst nach vorn verlagert und somit mehr Druck aufs Vorderrad bringt.

Endlich: Auf der Isle of Arran konnte Martin endlich die schweren Taschen demontieren und das SILEX mit voller Leichtigkeit erleben.

Das Ergebnis ist ein sehr wendiges, verspieltes Fahrgefühl mit riesigem Spaß-Potential, sobald das Gelände wirklich mal technisch wird. Meine beiden Highlights der Grinduro-Tour waren zwei Singletrails, die auch auf dem Mountainbike ein Mordspaß gewesen wären. Nur, dass ich auf einem Gravelbike unterwegs war, das sich auch auf Asphalt ganz gut anstellte. Klar, dort fährt es sich nicht, wie ein spritziges Rennrad. Aber es rollt gut und hängt hier jedes Mountainbike ab. Die komfortable Sitzposition sorgt dafür, dass auch lange Asphaltpassagen kein Problem sind.

Die Isle of Arran war jedenfalls ein würdiger Abschluss einer hammermäßigen Test-Tour!

Nach meinen Erfahrungen hat das SILEX kaum Schwächen, solange man kein mega-effizientes Rennrad erwartet. Es ist klar, dass man auf Asphalt ein paar Abstriche machen muss. Die breiten Reifen können natürlich nicht mit einem 23er Renngummi mithalten. Und die Sitzposition ist alles andere, als aggressiv, vielmehr entspannt und ausdauerorientiert. Genau das ist es aber, was ich auf dieser langen Fahrt zu schätzen gelernt habe. Eine echte Stärke hat das SILEX im Gelände. Vor allem auf technischen Trails macht es richtig Spaß. Hier merkt man deutlich, dass Merida sich in Sachen Geometrie Inspiration bei den Mountainbikes geholt hat. Das Ergebnis ist ein wirklich gelungener Kompromiss, an den man sich zwar erstmal gewöhnen muss, der aber nach kurzer Zeit richtig viel Spaß macht. Gut gefällt mir, dass es sich trotzdem nicht um ein Mountainbike mit Dropbar handelt, sondern man immer noch auf einem rennradartigen Gefährt unterwegs ist.

Endlich: Ready to race!

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Schön anzusehen, im Falle des Falles aber sicherlich schwieriger zu reparieren, als eine ganz normale Sattelklemmung.

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Super: Gewindeösen zum Befestigen des Gepäckträgers. Zumindest unten.

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Oben braucht man zum Befestigen eines Gepäckträgers einen Adapter, der hier befestigt wird. Da könnte man sich einer schönere Lösung vorstellen.

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Überraschend gut: Der Maxxis-Gravelreifen. Er rollt einigermaßen gut und bietet im Gelände, zumindest bei Trockenheit, sehr guten Grip. Auch in Sachen Pannensicherheit ist er sehr überzeugend. Nur das mit der Nässe konnte Martin beim allerbesten Willen in diesem Sommer nicht ausprobieren…

Wenn ich etwas bemängeln sollte, dann wären es Details: Wie bereits oben erwähnt, fände ich es schöner, wenn die Gewinde zum Befestigen des Gepäckträgers in den Rahmen integriert wären. Ebenfalls nicht ganz warm wurde ich mit der (zugegebenerweise hübschen) integrierten Sattelstützenklemmung. Nicht ganz so schön anzusehen aber gerade auf langen Bikepackingtrips unkomplizierter (und im Fall des Falles leichter austauschbar) wäre eine bewährte, herkömmliche Klemmung.

Martin hatte eine tolle Zeit auf einem wirklichen Sorglos-Bike!

Fazit

Meridas SILEX ist ein richtig gelungenes Gravelbike. Seine Geometrie ist ebenso vielseitig, wie seine Ausstattungsoptionen und das zu einem wirklich fairen Preis. Vom wendigen Singletrail-Rocker für daheim bis zum langstreckentauglichen Packesel für lange Touren ist wirklich alles drin. Dabei überzeugt es mit einer angenehm komfortablen Sitzposition, die Merida sehr gelungen mit spritzigen, spaßorientierten Fahreigenschaften in technischem Gelände kombiniert. Es gibt so wenig zu meckern, dass dieser Punkt hier im Fazit einfach nichts verloren hat.