Ganz nach dem Motto „weniger ist mehr“ brachte Hiplok vor ein paar Jahren die Z-Lok Minischlösser heraus, quasi extra starke Kabelbinder, deren Zweck es sein sollte, immer dann einen Mindestschutz gegen Langfinger zu bieten, wenn ein großes Schloss nicht in Frage kommt. Wir konnten bereits den Nachfolger „Z-Lok Combo“ einem ausgiebigen Test unterziehen.

 

 

Es ist ja völlig klar, dass diese kleinen Teile nicht wirklich sicher sind. Jede etwas kräftigere Kneifzange würde wahrscheinlich nur müde darüber lachen. Aber ist das überhaupt schlimm? Ich finde das nicht. Ich fand schon die alten „Z-Loks“ gut. Denn die Vorteile überwiegen: Sie sind unschlagbar klein und leicht. Genau das sind DIE Argumente, wenn ich mein Bike für eine lange Tour über mehrere Tage packe. Ein großes Schloss ist schlichtweg keine Option.

 

Test Hiplok Z-Lok Combo

Zur Not „zipped“ man es einfach um Lenker und Vorbau – Dann braucht man noch nichtmal einen Rucksack und es ist bei Bedarf sofort griffbereit.

 

Ich bin schon ganz ohne Sicherung losgefahren. Es ist schon immer irgendwas zwischen peinlich und stressig, wenn man sein geliebtes Rad mangels Schloss mit in den Supermarkt nehmen muss. Aber immer noch besser, als wenn man raus kommt und das beste Stück ist weg. Doch wieviel Schloss braucht es, um das Rad für ein paar Minuten draußen zu sichern?

 

Test Hiplok Z-Lok Combo

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wie leicht man so ein Zahlenschloss knacken kann. Wenn ich davon ausgehe, dass nur wenige Minuten dafür reichen müssen, erscheint es mir doch als ausreichend sicher.

 

Mal ehrlich: Keiner weiß, dass ich gerade zu genau diesem Zeitpunkt an genau diesem Supermarkt stoppe, für zwei Minuten darin verschwinde und mit ner Flasche Wasser und ein paar Riegeln wieder heraus komme. Wie wahrscheinlich ist es also, dass Herr Meisterdieb hinterm Busch sitzt und mit Zange und Akkuflex darauf wartet, dass ein Typ kommt, der so ein leicht zu knackendes Schloss benutzt, dass er in zwei Minuten sein böses Werk verrichtet hat? Ich denke, das ist eher unwahrscheinlich. Stattdessen sind es eher die Gelegenheitsdiebe, gegen die ich mich wappnen sollte. Wenn da ein teures Rad mit vollen Taschen ungesichert vorm Laden steht, kann der ein oder andere sicher schonmal schwach werden. Sobald es aber so gesichert ist, dass es ohne Werkzeug, Gewalt und Aufsehen nicht möglich ist, das Bike mitgehen zu lassen, wird es auch nicht passieren. Mit den Z-Lok-Combos ist das der Fall. Für genau solche kurzen Momente sind die Teile gemacht. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Test Hiplok Z-Lok Combo

Auf den Fahrten nach Danzig, Hamburg und Stuttgart war es schon dabei – die Bikes sind alle wohlbehalten angekommen, was immerhin ein Indiz dafür sein kann, dass das Prinzip funktioniert.

 

Was sie ihren Vorgängern voraus haben, ist schnell gesagt: Statt einem minimalistischen Schloss in Form einer Gabel arbeiten sie mit einem Zahlenschloss. Scheinbar bin ich nicht der Einzige, der ständig irgendwelche Schlüssel verlegt – eine Neuerung, die für mich absolut Sinn macht. Nun darf ich nur nicht den Zahlencode vergessen. Abgesehen davon sind die kleinen Minischlösser für mich die perfekte Lösung für meine Bikepacking Trips.

 

 

Facts

 

Preis: 19,90 Euro
Gewicht: 68 g
Maße: ca. 50 cm lang
Hersteller-Webpage: www.hiplok.com