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Bring me back home: Bike-Packing vom Ruhrgebiet nach Polen

„Bring me back home“ – so heißt unser Test-Konzept. Wir bestellen ein Bike und fahren es zum Hersteller zurück. Dazu gehört eine schöne, lange Bike-Packing Radtour. Die Route und Tipps zum Nachfahren zu unserer BMBH-Fahrt nach Rondo/Danzig gibt’s hier.

Inhalt

Bring me back home: Die Etappen

Rund 1200 Kilometer galt es zu fahren. Da gibts Einiges zu beachten. Wir haben für alle, die diese wunderschöne Tour nachmachen möchten, ein paar Tipps und Infos zusammen gestellt. Grundsätzlich ist Martin davon ausgegangen, dass man am Tag zwischen 150 und 200 Kilometer weit fährt. Dann braucht man rund 7 Tage. Die Route hat er so gewählt, dass sie einen guten Mix aus Asphalt und Schotter/Waldwegen bietet. Fürs Rennrad wird es also manchmal eng. Ein Gravelbike ist genau richtig und das hat Martin mit Rondos „Ruut“ ja auch nachhause gefahren.

In Sachen Übernachtung waren Martin ebenso flexibel. Mal wurde gezeltet, mal beim Kollegen im Gästezimmer gepennt und sogar ein Hotelzimmer war mal drin. Alles in allem waren er aber recht unabhängig unterwegs, auch wenn er davon ausgegangen ist, dass jeden Abend Strom zum Aufladen der Akkus zur Verfügung steht.

Nun aber los…

Etappe 1: Wetter - Münster

Die erste Etappe war die kürzeste der Tour. Dafür auch die bergigste. Der Emscher Radweg ist wirklich schön gelegen. Münster ist eine Reise wert und hat einen längeren Stopp verdient. Viel mehr muss man dazu nicht sagen. Insgesamt die Etappe mit dem meisten Trail-Anteil.

Etappe 2: Münster - Lauenbrück

Eine eher langweilige Etappe wartete am zweiten Tag auf Martin. Viel Bundesstraße, viel LKW. Immerhin gab es einen Radweg, der war allerdings nicht sehr gut. Ein echtes Highlight hingegen war der Campingplatz „Alte Löweninsel“ in Lauenbrück, wo Martin sein Nachtlager aufschlug. Derbe freundlich! „Cool Camping“ charakterisierte der Platzwart das, was einen hier erwartet. Und: „Radfahrer stehen immer ganz oben auf unserer Prioritätenliste“. So konnte Martin im beheizten Gruppenraum mit Strom und Internet schlafen und bekam auch noch eine Flasche Bier geschenkt. Abgesehen davon ist die Lage des Platzes auf einer kleinen Insel auch echt schön. Cool Camping eben. Und ein unbedingter Tipp für Radreisende: www.campingplatz-lauenbrueck.de

Etappe 3: Lauenbrück - Timmendorf (Insel Poel)

Ebenfalls eine eher zähe Etappe. Wismar scheint echt schön zu sein. Die Insel Poel ebenfalls, leider kam Martin im Dunkeln an und es regnete so heftig, dass Camping keine Option war. Auf der Insel gibt es jede Menge günstiger Unterkünfte mit original DDR-Charme. Um diesen schönen Stopp zu genießen, müsste man eigentlich einen Tag dort bleiben…

Etappe 4: Timmendorf (Insel Poel) - Stralsund

Jetzt wurde es schön! Der Ostsee-Radweg ist zum Genießen und so spät im Jahr ist es leer genug, damit das auch klappt. Immer wieder kommt man so nah ans Wasser, dass man die Brandung hört. Es ist ok, wenn man mal anhält und das genießt. Es gibt gefühlt an jeder Ecke eine Möglichkeit zum Essen und Trinken, so dass man nicht wirklich planen muss. In Warnemünde wird es einmal busy. Dort muss man die Fähre nehmen. Haltet Kleingeld parat! Am anderen Ufer auf dem großen Parkplatz gibt es öffentliche Toiletten, falls man die mal benötigt…

Etappe 5: Stralsund - Dievenow

Nun wurde es spannend. Denke dran: in Polen zahlt man mit Zloty! Und in Polen spricht man so gut wie gar kein Englisch. Und in Polen ist gerade richtig Offseason, wenn man erst im Oktober fährt. Daraus resultieren ein paar Dinge, die man berücksichtigen sollte. Die gute Nachricht zuerst: die Fähre in Swinemünde ist für Radfahrer kostenlos. Generell ist in Polen gefühlt alles 1/4 so teuer, wie in Deutschland. Leider sind die meisten Campingplätze verschwunden oder geschlossen. Generell sind die ganzen schönen Ostseebäder gegen Ende des Jahres Geisterstädte. Polnische Landstraßen können manchmal richtig heftig sein. Spätestens hier ist das Gravelbike die einzige Option. Abgesehen vom Mountainbike. Hier sollte man unbedingt genug Schläuche dabei haben. Für den Notfall… Generell kann man in Polen sehr günstig ein Hotelzimmer buchen. Allerdings sollte man das unbedingt vor Abreise erledigen.

Etappe 6: Dievenow - Mielno

Martin’s Hotel Blue Marine in Mielno war eines der wenigen, die geöffnet hatten. Dafür war es richtig günstig: 30 Euro für ein riesiges, komfortables Businesszimmer – wo gibt’s denn sowas? Direkt gegenüber ist der Strand, die Lage geht nicht besser. Bloß sind die Polen nicht unbedingt darauf eingestellt, dass ein Gast sein Rad nicht draußen anschließen will. Also entweder vorher klären oder eiskalt mit aufs Zimmer nehmen. Auf dieser Etappe sollte man jeden Supermarkt mitnehmen, es ist ein wenig einsam zwischendurch.

Etappe 7: Mielno - Gdansk

Die letzte Etappe. Zum glück hatte Martin im Hotel gut gefrühstückt, denn es kam erstmal rein gar nichts. Die Straßen am Anfang waren extrem schlecht. Slupsk ist die einzige große Stadt unterwegs. Hier gibt es dann aber ein riesiges Einkaufszentrum mit allem, was man brauchen kann. Inklusive Decathlon. Hier kann man seinen Riegelvorrat auffrischen und neue Schläuche kaufen. Dann wird es wieder einsam. Landschaftlich ist es dafür klasse. Zivilisation kommt im Grunde erst wieder in Danzig. Auch hier wenig englisch sprechende Menschen. Im Hotel läuft das aber. Auch hier bekommt man für wenig Geld viel Hotel. Danzig ist schön, groß und definitiv mehr als einen Tag für einen Besuch wert. Am Ziel der Reise angekommen: Danzig, die Stadt, aus der Rondo Bikes kommen!

Bring me back home: Die Tour zum Nachfahren bei komoot

Route und Test-Links

  • Hier geht’s zum Test von Rondos Ruut, das Bike, das Martin zurück nachhause gebracht hat.
  • Hier geht’s zum Testbericht von den neuen Topeak Bike Packing Taschen.
  • Und hier findest du den Track der gesamten Tour, genau so wie Martin sie gefahren ist. Vielleicht hast du ja Lust, mal eine ähnliche Route zu fahren?

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Martin Donat

Martin Donat

Erfahren im Abenteurern. Seit 20 Jahren in der bunten Fahrradwelt unterwegs. Aus der Leidenschaft wurde ein Job: Seit zwei Jahrzehnten ist Martin als Redakteur, Fotograf und „Mädchen für alles“ tätig. Rennräder, Gravel- oder Mountainbikes sind seine Welt und das Thema Nachhaltigkeit ist für ihn mehr, als ein Modewort.

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