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Test: Old Man Mountain Rack Divide

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Das Old Man Mountain Rack soll so ziemlich an jedes Rad passen. Das allein ist etwas Besonderes, aber natürlich nicht alles. Wir haben den Old Man Mountain Gepäckträger ausprobiert. In diesem Artikel beschreiben wir, wie er uns gefallen hat.

Inhalt

Old Man Mountain Racks kommen aus den USA und darauf ist man scheinbar mächtig stolz: Es gibt sogar eine „Made in USA“-Version des Divide Racks. Diese wird, so verspricht das Unternehmen, von Firmengründer Channing Hammond höchstpersönlich gebaut. Und wie alle anderen Mitarbeiter weiß der, wovon er spricht: Bei Old Man Mountain hat man es laut eigener Angabe durchweg mit Bike-Geeks zu tun. Vom Bikepacker bis zum Pumptrack-Fan kommen alle möglichen Einflüsse zusammen.

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Ganz schön viele Teile. Aber mach dir keine Sorgen: Der Einbau ist erstaunlich einfach.

Old Man Mountain Divide Rack: Facts

Letzteres ist vielleicht auch den entscheidende Grund dafür, warum das Divide Rack zu allererst mit einer Eigenschaft beworben wird: Es soll der vielseitigste Gepäckträger sein, den man bekommen kann. Und damit sind wir auch schon mitten im Thema: Was kann das Divide Rack auf dem Papier?

  • prinzipiell passt das Divide Rack an so ziemlich jedes Fahrrad, inklusive Mountainbike Fullies und sogar für Fatbikes gibt es eine Version. Selbst an Bikes ohne jede vorgesehene Aufnahme für einen Gepäckträger lässt sich das Divide Rack montieren. Alles, was man dafür benötigt, ist das zum Rad passende „Fit Kit“, das du mit dem Fit-Kit-Finder für dein Bike ermitteln kannst.
  • Das Divide Rack passt entweder an die Gabel oder an den Hinterbau. Kaufst du dir zwei Fit Kits, kannst du es theoretisch mal vorne, mal hinten montieren.
  • Das Divide Rack nimmt beeindruckende Lasten auf: Wenn du es mit der speziellen Achse montierst, kannst du bis zu 31,75 Kilogramm draufpacken! Verschraubst du es mit der Rahmenaufnahme, sind es immer noch satte 25 Kilo.
  • Das Divide Rack nimmt 3 Zoll breite Reifen mit 29 Zoll Durchmesser auf!
  • Bei so viel Platz wundert es kaum, dass auch noch ein Schutzblech passt.
  • mit 970 Gramm ist das Rack wahrlich kein Leichtgewicht
  • Der Preis setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Fürs eigentliche Rack werden 139,90 Euro fällig. Für das Fit Kit kommen nochmal rund 90 Euro dazu. 
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Am Ende waren tatsächlich fast alle Schrauben und Spacer im Einsatz!

Old Man Mountain Divide Rack: Montage

Ein kleines bisschen kam ich ins Schwitzen, als ich auspackte und all die kleinen Tütchen mit all den noch kleineren Schräubchen sah. Das kann ja was geben! Da sich mir auf keinen Fall erschloss, welche Schraube wohin gehört, scannte ich dankend den auf der Packung abgedruckten QR-Code, der mich direkt zur Einbauanleitung führte. Ab jetzt pendelte mein Blick vom Handy-Display zum Schraubenberg und zurück. Glücklicherweise ist die Anleitung aber ganz gut und ich hatte schnell das Gefühl, alles im Griff zu haben.

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Dank direkter Montage an der Achse ist das zulässige Ladegewicht besonders hoch,

Ein bisschen Schrauberei ist es aber trotzdem. Da alle Teile und Schrauben aber absolut robust ausgelegt sind, sitzt am Ende alles richtig schön fest. Da wackelt nichts und die ganze Nummer macht einen robusten, steifen Eindruck. Selbst die beiden Kunststoffteile, die für die Verbindung von Rack und Sitzstreben sorgen, wirken hochwertig und stabil. Der ästethische Wert dieser mit Kabelbindern herbeigeführten Verbindung ist nur leider nicht besonders hoch.

Der ganze Rest hingegen macht – auch optisch – einen richtig durchdachten Eindruck. Die Montage auf der Achse ist eine wirklich saubere Sache. Das sieht nicht nur gut aus, das dürfte auch total robust sein. Meine Seitentaschen von Vaude passen auch, es kann also losgehen …

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Test: Old Man Mountain Rack Divide

Old Man Mountain Divide Rack: Unterwegs

Ich muss ehrlich sagen: Ich bin noch nicht viele Gepäckträger gefahren, von denen ich unterwegs so wenig mitbekommen habe, wie vom Old Man Mountain Rack. Da wackelt rein gar nichts, ich stoße nirgendwo an und es ist auch nichts Fummeliges dabei. Die Schienen, an denen die Taschen aufgehängt werden, sind relativ tief angeordnet, was vor allem für den Schwerpunkt des Rads gut ist, was man durchaus spürt. Auch, weil sich wirklich kaum etwas verbindet, merkt man unterwegs so gut wie nichts von den Taschen – abgesehen von ihrem Gewicht natürlich. 

Letzteres ist aber natürlich so eine Sache: Wenn du besonders leicht unterwegs sein möchtest, ist das hohe Grundgewicht des Racks schon ein kleiner Nachteil. Dazu kommt, dass der zusätzliche Platz der großen Taschen nicht unbedingt dazu animiert, weniger mitzunehmen. Was ich damit sagen will: Wenn du dieses Rack montierst, sollten Komfort und Stabilität deutlich weiter oben auf deiner Wunschliste stehen, als ein geringes Gewicht. 

Übrigens kannst du das Rack relativ schnell abbauen, wenn du es gerade nicht brauchst. Im Prinzip musst du vier Schrauben lösen: Die oben an der Sitzstrebe und die beiden an der Achse. Die Achse selbst kann drinbleiben und stört eigentlich gar nicht. Wenn du dir mehrere Fit Kits zulegst, kannst du den Gepäckträger auch total schnell zwischen mehreren Bikes wechseln. 

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So sieht das dann ohne Taschen aus. Nicht besonders filigran – dafür hält das Rack, was seine Optik verspricht.

Für wen ist das Old Man Mountain Divide Rack?

Es ist nicht für Minimalisten und Weight-Weenies. Es bringt ein gewisses Gewicht mit sich, dass du akzeptieren musst. Dafür ist es aber auch total stabil und wirkt echt steif. Der wirklich größte Vorteil ist aber, dass du das Rack an so gut wie jedes Bike bauen kannst. Wenn du einen robusten Gepäckträger für deine Bikereisen suchst, ist der Old Man Mountain Divide genau richtig. Wenn du einen Gepäckträger suchst, den du an mehrerem deiner Bikes nutzen möchtest, ist der Old Man Mountain Divide genau richtig. Und last but not least: Wenn du ein Bike hast, an den bisher kein Gepäckträger passte, spätestens dann solltest du dir den Old Man Mountain Divide einmal genauer anschauen.

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Martin Donat

Martin Donat

Erfahren im Abenteurern. Seit 20 Jahren in der bunten Fahrradwelt unterwegs. Aus der Leidenschaft wurde ein Job: Seit zwei Jahrzehnten ist Martin als Redakteur, Fotograf und „Mädchen für alles“ tätig. Rennräder, Gravel- oder Mountainbikes sind seine Welt und das Thema Nachhaltigkeit ist für ihn mehr, als ein Modewort.

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