Unmengen von Obst werden achtlos weggeschmissen. Ich finde das schade und darum hat mich die Idee einer Saftpresse begeistert – denn damit kann ich Obst „retten“, das vielleicht nicht mehr so schön aussieht und erhalte auch noch richtig leckeren, frischen und gesunden Saft. Kein Rezept, aber eine Anregung.

Obst und Gemüse vor dem Müll retten


Von Martin Donat. Leider ist es immer noch verbreitet, dass Lebensmittel einfach weggeschmissen werden, sobald sie nicht mehr absolut perfekt aussehen. Der Apfel mit der braunen Stelle oder die Traubenrebe mit einzelnen, zu weichen Trauben wandern oft genug in den Müll, obwohl man noch leckere Sachen daraus machen könnte. Saft zum Beispiel! In immer mehr Supermärkten wird solches Obst oder Gemüse günstiger angeboten. Und wenn das bei euch nicht so ist: Fragt doch einfach mal nach, vielleicht wird so eine Idee ja dankend angenommen. Aber auch zu Hause schadet es nicht, nochmal genau hinzusehen. Oft lässt sich vieles noch retten. Vor allem Obst und Gemüse: So weich kann es eigentlich kaum sein, dass man nicht noch einen leckeren Saft daraus machen könnte… Bei mir zu Hause im Rewe um die Ecke wird täglich Obst und Gemüse ausrangiert, das man dann günstig „retten“ kann.

Die Saftpresse


In eine Saftpresse kann man so ziemlich alles an Obst, Gemüse oder auch Grünzeug hineinschmeißen – egal was: es schmeckt eigentlich immer!

Zugegeben, das ist der „kleine“ Haken bei der Sache. Eine Saftpresse ist eine etwas teurere Anschaffung. Mittlerweile gibt es aber ein ganz schön großes Angebot  – mit einer großen Preisspanne: Von um die 100 Euro bis weit über 1.000 ist alles drin. Ich habe mich für einen „Slow Juicer“ entschieden, der das Obst und Gemüse mit einer langsam rotierenden Schnecke durch ein Sieb presst und so die Trockenmasse (den „Trester“)  vom Saft besonders schonend trennen soll. Mein Gerät hatte damals 250 Euro gekostet. Dafür muss man schon einiges an Saft pressen, aber es lohnt sich. Denn erstens macht das Spaß, zweitens ist es gesund und drittens einfach mega lecker!

Wie geht’s?


Nichts einfacher als das: Das Obst oder Gemüse wird grob gereinigt, grob zerkleinert und dann, nachdem das Gerät eingeschaltet wurde, einfach durch die Öffnung hineingesteckt. Den Rest macht das Gerät. Unten kommt links der Saft raus, rechts die Trockenmasse. Aus der kann man übrigens auch leckere Sachen machen, zum Beispiel Gemüse-Bratlinge oder Kuchen/Brot. So wird das Obst oder Gemüse nahezu zu 100 Prozent genutzt. Alternativ kann man den Trester kompostieren – dann hat er auch noch einen sehr guten Sinn.

Meine Obstpresse ist alles in allem sehr unkompliziert. Ab und an, wenn man mal zu viel hineingetan hat, „stockt“ es etwas. Dann kann man einfach den „Rückwärtsgang“ betätigen, bis sich alles wieder gelockert hat. Im Grunde kann man alles oben reinwerfen. Auch zum Beispiel Spinat oder Kräuter aus dem Garten. So lassen sich wirklich außergewöhnliche und total leckere Kreationen schaffen. Eigentlich gibt es nur eine Sache bei all dem, die mich zumindest anfänglich etwas genervt hat: Nach dem Pressen ist spülen angesagt und das dauert schonmal etwas länger, weil einfach eine Menge kleiner Teile gereinigt werden müssen. Mittlerweile ist es Teil des „Rituals“. Getreu dem Motto „Gut Ding braucht Weile“ gehört das Spülen einfach dazu. Der Saft schmeckt danach umso besser!

Mein Fazit


Die Anschafffung der Saftpresse ist teuer, aber es lohnt sich. In mehrfacher Hinsicht: Man rettet Obst und Gemüse vorm Mülleimer, man spart sich den Kauf teurer, industriell hergestellter Obstsäfte und man erhält im Gegenzug einen selbstgemachten, extrem leckeren Saft, der bestimmt sehr gesund ist. Beim Pressen gibt es kaum Grenzen, sodass unglaublich viele spannende Geschmacksvariationen möglich sind.

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