Ride to Arran: Bikepacking durch Wales von Deutschland nach Schottland

Für unsere Ausgabe #4 ist Martin eine Bikepacking Tour vom Ruhrgebiet durch Wales bis nach Schottland gefahren. Hier sind alle Daten, Tipps und Infos zur Tour.
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Für unsere Ausgabe #4 ist Martin eine Bikepacking Tour vom Ruhrgebiet durch Wales bis nach Schottland gefahren. Hier sind alle Daten, Tipps und Infos zur Tour.
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    Vom Ruhrpott nach Schottland mit Fahrrad und Bahn

    Die Idee zur Tour

    Die Idee dieser Tour war es, ohne Auto oder Flugzeug per Bikepacking aus dem Ruhrgebiet durch Wales nach Schottland zu fahren und dort am Gravelbike Event „Grinduro“ teilzunehmen. Vom Ruhrgebiet ging es zunächst nach Antwerpen, von dort nach Calais, Dover, London. Von Newport aus war dann die Fahrt durch Wales in Richtung Norden geplant. Da klar war, dass sieben Tage für die Anfahrt etwas knapp bemessen waren, hatten wir von vornherein die Benutzung von Zügen eingeplant. Um flexibel zu sein und um Kosten zu sparen, entschieden wir uns für ein Interrail-Ticket „Global 5 Tage“. Damit konnten wir an fünf Tagen unserer Wahl fast alle Züge benutzen (ausgenommen sind nur bestimmte Highspeedzüge, wie zum Beispiel der Eurostar). Die Rückfahrt sollte komplett per Bahn passieren. Auf dieser Tour haben wir das Merida Silex 6000 ausgiebig getestet. Den Bericht dazu findest du hier.

    Die Vorbereitung

    Für so eine lange Fahrt muss man einiges bedenken. Hier sind meine Erfahrungen beziehungsweise Tipps und Tricks, falls du so etwas mal nachmachen möchtest.

    • Wild campen: Das ist in England und Wales im Prinzip geduldet. Unterwegs traf ich einen Einheimischen und habe einfach mal nachgefragt: Solange man keine Spuren hinterlässt und „dezent“ campiert, sollten dich keine Probleme erwarten.
    • Verpflegung: Längere Passagen dieser Tour waren doch ziemlich „weg vom Schuss“. Zumindest solltest du genug Verpflegung dabei haben, um mal für ein paar Stunden ohne Supermarkt klar zu kommen. Denk vor allem an genug Wasser. Prinzipiell liegen aber genügend Supermärkte auf der Route, sodass du kein besonders großes Vorratslager mit dir herumschleppen musst.
    • Die Route führt meistens über gut befahrbare Wege und Straßen, meistens fernab von viel Verkehr. Hin und wieder macht sie einen „Offroad-Abstecher“. Ein paar knifflige Abfahrten waren dabei und einmal musste ich bergauf schieben, weil es einfach zu steil und rutschig war.
    • Der Handyempfang unterwegs war oft schlecht oder gar nicht vorhanden. Damit solltest du also rechnen und genügend Ersatzteile, Regenkleidung, Werkzeug und ein Erste-Hilfe-Kit einpacken. Denk auch an eine gute Powerbank und eventuell an „analoge Alternativen“, wie zum Beispiel eine ausgedruckte Karte.
    • Das Fahren per Bike und Bahn ist in England anders, als in Deutschland. In vielen Zügen (insbesondere bei High-Speed-Verbindungen) musst du dein Fahrrad vorher reservieren. Meistens reicht es allerdings, wenn du das am Abfahrtsbahnhof im Servicecenter der Bahngesellschaft erledigst. Unterwegs war nur einmal der Zug ausgebucht und ich musste auf den nächsten warten. Das Servicepersonal war durchweg sehr freundlich und hilfsbereit und hatte immer eine Lösung parat. Für den Rückweg hätte ich lieber den schnellen Eurostar Zug verwendet. Die Fahrt musst du allerdings sehr vorausschauend buchen und vor allen Dingen muss das Rad dafür möglichst klein verpackt sein, denn eigentlich ist die Fahrradmitnahme nicht vorgesehen beziehungsweise wirklich umständlich. Ich hatte mich schlichtweg zu spät darum gekümmert und musste wieder Fähre fahren, was mich einiges an Zeit gekostet hat.
    • Die Fahrt mit der Fähre ist vergleichsweise unkompliziert. Die kannst du kurzfristig buchen und es ist auch in der Regel kein Problem, wenn du zu früh oder zu spät kommst. Die Fähren von Dover nach Calais fahren die ganze Nacht durch. Eine weitere Alternative ist die Fähre von Newcastle aus. Die ist deutlich komfortabler, weil sie über Nacht fährt und du quasi im Schlaf eine große Distanz überwindest. Allerdings ist das auch eine deutlich teurere Lösung. Newcaste ist von Glasgow aus gut erreichbar.

    Gravel-Paradies Wales: Wenn die ersten Meter einer Fahrradtour so aussehen, dann kann man sich nicht beschweren, oder?

    Mit Bike und Bahn nach Schottland: Zwischendurch „durfte“ auch mal die Bahn ran. Ansonsten wäre die weite Anreise in so kurzer Zeit nicht drin gewesen. Außerdem gibt es auch in England Gegenden, da muss man nicht unbedingt mit dem Rad hindurch…

    Zur Belohnung gibt’s Grinduro! Die Isle of Arran war jedenfalls ein würdiger Abschluss einer hammermäßigen Tour!

    Die Story zur Tour

    Die gibt’s in aller Ausführlichkeit und garniert mit vielen schönen Fotos in unserer Ausgabe #4.

    Vom Ruhrpott nach Schottland: Die Route

    GPS Daten, Highlights und Tipps in unserer komoot Collection

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