Fertige Riegel aus dem Supermarkt sind doch was für Langweiler. Wir backen unsere eigenen Müslikugeln! Und vermeiden damit auch noch ein kleines Häuflein Müll. Hier ist das Rezept.

 

(von Martin Donat) Radfahren macht hungrig. Hungrig macht, dass wir meistens diese teuren und oft gar nicht mal so leckeren Riegel mit uns führen, die zum Ende der Tour nur anhand des kleinen Knäuels Kunststoffverpackung in der Trikottasche an ihre Existenz erinnern. Ich habe mir gedacht, dass das auch viel natürlicher, gesünder, leckererer und vor allem selbst gemacht geht! Angenehmer Nebeneffekt: Du verursachst viel weniger Müll. Und es fällt auch noch ein leckerer Saft dabei ab.

 

Erst Trinken, dann backen! So machen Müslikugeln noch mehr Spaß. Das was fest aus der Saftpresse fällt, kommt gleich in den Teig.

 

Warum das? Nun, Hintergrund dieser Riegel-Idee war die Anschaffung einer Saftpresse, weil ich so gern frischen Saft trinke. Aus der fallen beim Pressen die trockenen Überreste an der Seite heraus (der sogenannte „Trester“), die für den Biomüll eigentlich viel zu schade sind. Also dachte ich mir: Daraus kann man doch bestimmt was Leckeres zaubern. Da ich ohnehin am Wochenende auf große Radtour gehe, lag die Idee nahe, Müsliriegel zu backen. Meister Google spuckte eine Menge zu dem Thema aus, so dass schnell der Plan für meine eigene Version stand. Und die möchte ich euch mal präsentieren. Vorab kann ich schonmal verraten: Es hat viel mehr Spaß gemacht, als einfach nur in den Supermarkt zu gehen. Das Ergebnis schmeckt total lecker und ich freue mich schon auf die Erste Snack-Pause. Außerdem kannst du beim Backen ja auch noch den Saft genießen.

 

Viel zu schade für den Biomüll: Der Trester eignet sich perfekt als Zutat für einen Müsliriegel.

 

Übrigens: Mit dem Trester schmeckt das Ergebnis natürlich besonders fruchtig. Das Ganze funktioniert aber auch ohne. Du könntest stattdessen z.b. getrocknetes Obst benutzen.

 

 

Zutaten

Saft (für ca. 2 Gläser)

2 Äpfel
2 Karotten
1 Orange

 

Riegel/Kugeln (ca. 6 Stück)

150 g Trester
100 g Haferflocken
ca. 40 g Körnermix (z.b. Sesam, Chiasamen, Leinsamen)
20 g Mandeln
75 g Süßungsmittel (z.B. Honig)
50 g Butter

 

So sehen die rohen Kugeln aus. Kugeln habe ich gewählt, weil ich keine Riegelform habe und sich Kugeln super mitnehmen lassen.

 

Zubereitung

Nachdem du dir einen gesunden Saft gepresst hast, wartet der Trester schon darauf, in einen schmackhaften Müsliriegel zu wandern. Dafür muss er sich zunächst mit den anderen Zutaten anfreunden. Was nichts anderes heißt als: Fülle alle Zutaten (außer Butter) in eine Schüssel, die groß genug ist. Während die Butter auf dem Herd schmilzt, kannst du schonmal alles miteinander vermengen. Dann kommt die geschmolzene Butter dazu. Nun empfehle ich dir, alles per Hand ordentlich durchzukneten, damit du einen schön klebrigen Teig bekommst, der nicht gleich auseinanderbröckelt, wenn du ihn z.B. in Kugeln formst. Wenn du eine Müsliriegel-Backform besitzt, nutze die. Ansonsten könntest du auch Kugeln machen. Geht einfacher und taugt gut zum Verstauen im schmalen Reisegepäck. Den ganzen Teig in Form gebracht muss er nun nur noch gebacken werden. Schiebe die Backform oder das Blech für 35 Minuten in den 170 Grad heißen Backofen. Warten. Fertig. Am besten nicht probieren, sonst hörst du nicht mehr auf und naschst alles weg, bevor die Tour los geht.

 

Fertig! Sieht gar nicht so anders aus, als vorm Backen. Die Kugeln sind aber nun fest. Voll praktisch 😉

 

Tipps:
– Dir steht es völlig frei, was du alles in den Teig packst. Nimm andere Körner, pack ein paar Beeren dazu oder ein paar nahrhafte Nüsse. Am Ende ist wichtig, dass die Konsistenz passt und der Müsliriegel nach dem Backen in Form bleibt. Am besten probierst du einfach mal aus, wie sie Anhand des Rezeptes werden und probierst dann nach Belieben rum.
– Du kannst eine „edle“ Version dieser Riegel backen, indem du statt „schnödem“ Honig und Butter Agaven- oder Ahornsirup und Kokosöl nimmst. Wird deutlich teurer, dafür ist der Riegel dann aber auch vegan. Könnte ja sein, dass dir das wichtig ist.

So, nun freust du dich bestimmt noch mehr auf die Radtour am Wochenende, damit du endlich kosten darfst. Viel Spaß dabei!