Rezept: Seife selber machen mit Liebe & Bio Zutaten

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email
Share on twitter
Share on xing
Wenn du dir sicher sein willst, womit du seine eigene Haut reinigst und zudem Verpackungsmüll vermeiden möchtest, kannst du dir deine Seife einfach selber machen. Das macht Spaß, ist lehrreich und führt auch noch zu einem total guten Ergebnis. Wir zeigen dir, wie wir selber Seife hergestellt haben.

Dinge selber zu machen, macht Spaß. Denn auf diese Weise lernt man viel über sie. Seife ist ein gutes Beispiel dafür: Weißt du, wie Seife entsteht und woraus sie besteht? Siehste – ich wusste das auch nicht! Und vermutlich, wie bei so vielen Dingen, wollen wir auch gar nicht bis ins Detail wissen, was in billiger Supermarktseife alles enthalten ist. Macht man Seife hingegen selber, dann steht exakt fest, woraus sie besteht und du hast die Qualität der Rohstoffe selbst in der Hand. Ganz nebenbei sparst du – abgesehen von der Verpackung der Rohstoffe – eine Menge Müll.

Wie man Seife selber macht, dafür gibt es viele Anleitungen. Wir haben uns mit einem Rezept von smarticular an die Aufgabe herangewagt. Ich wollte eine ganz einfache Naturseife herstellen, in denen nichts weiter drin ist, als das, was unbedingt sein muss. Die detaillierte Anleitung findest du hier.

In unserem Video zeige ich dir, wie ich die Seife gemacht habe und du erfährst, worauf du achten musst. Doch bevor du loslegst, möchte ich dir noch ein paar Worte zu den „Zutaten“ sagen.

Hintergrund

Woraus besteht eigentlich Seife?

Überwiegend besteht Seife aus Ölen und Fetten. Dazu kannst du tierische Fette nehmen oder dich – wie ich – für pflanzliche entscheiden. Wenn du jetzt noch Bio-Ware nimmst, kannst du dir einigermaßen sicher sein, eine richtig tolle Seife herauszubekommen. Ich habe mich für Kokosöl, Rapsöl, Reiskeimöl und Sojaöl entschieden. Die beiden ersten sind ganz leicht über jeden Biosupermarkt zu beziehen, Reiskeim- und Sojaöl hingegen muss man unter Umständen schon etwas suchen, wenn man nicht online einkaufen will. Ganz ehrlich: Ich habe es vor Ort nicht gefunden und letztendlich bestellt.

Um aus diesen Ölen und Fetten nun Seife zu bekommen, müssen sie in Glycerin und Alkalisalze (die eigentlichen Seifen) zerlegt werden. Diese chemische Reaktion wird durch Natriumhydroxid, das in Wasser aufgelöst wird, hervorgerufen. Sie wird Verseifung genannt. Und somit ist auch klar, was noch auf meiner Zutatenliste fehlt: destilliertes Wasser und Natriumhydroxid.

Es braucht erstaunlich wenig, um Seife selbst herzustellen.

Anleitung

Wie macht man Seife selber?

Es ist eigentlich ganz einfach – man muss nur sauber und konzentriert arbeiten, denn das NaOH reagiert exotherm mit Wasser und die entstehende Lauge ist stark ätzend.

seife-10
Benötigte Zeit: 45 minutes

Hilfsmittel:

- Schutzbrille und Schutzhandschuhe
- zwei Edelstahltöpfe
- Holzlöffel
- Mixstab mit Stahlmesser
- eine Waage
- Kunststoffbehälter zum Abfüllen

Zutaten:

- 250 Gramm Kokosöl
- 200 Gramm Rapsöl
- 75 Gramm Reiskeimöl
- 75 Gramm Sojaöl
- 87 Gramm Natriumhydroxid
- 200 Gramm destiliertes Wasser

So machst du dir deine eigene Seife:

Schritt 1: Öle verflüssigen und mischen
Feste Öle, wie zum Beispiel das Kokosöl, werden zunächst in einem Topf eingeschmolzen. Anschließend werden sie mit den ohnehin schön flüssigen Ölen vermischt.
Schritt 2: Lauge herstellen
Das Natriumhydroxid muss nun in Wasser gelöst werden. Weil dabei Hitze entsteht, sollte das Wasser eiskalt sein. Wir haben die Hälfte des Wassers vorab zu Eiswürfeln eingefroren, das hat gut funktioniert. Danach muss die Lauge abkühlen.
Schritt 3: Fette/Öle und Laufe mischen
Dafür verwendest du den Mixstab. Nach zwei bis drei Minuten wird das ganze etwas zähflüssiger, dann hast du deinen „Seifenleim“. Wenn du willst, kannst du nun noch zum Beispiel ein Aroma (wie wäre es mit Lavendel?) hinzugeben.
Schritt 4: Seifenleim in Behälter füllen
Dafür eignet sich zum Beispiel eine flache Tupperdose. Diese Dose anschließend gut isoliert in einen Karton stellen und 24 Stunden warten.
Schritt 5: Seife in Stücke schneiden und reifen lassen
Am nächsten Tag kannst du den „Seifenblock“ in Stücke schneiden und die einzelnen Stücke wieder beiseite legen. Es dauert nun rund 3-4 Wochen, bis deine Seife „reif“ ist.
Unterm Strich

Wie „funktioniert“ die selbstgemachte Seife?

Ich war ja durchaus etwas skeptisch. Aber ganz ehrlich: Das Ergebnis ist der Knaller! Die Seife sieht total gut aus und erledigt einen super Job. Vor allem aber ist sie so natürlich, wie nur irgendwie möglich. Und: sie ist mit Liebe selbstgemacht!

So sieht sie aus, unsere selbstgemachte Seife. Natürlich sieht man ihr an, dass sie nicht aus der Frabrik kommt – aber das ist ja auch gut so!

lifeCYCLE Naturseife

Wenn du keine Zeit oder keine Lust hast, dir selber deine Naturseife zu kochen, kannst du bei uns im Shop eine limitierte Anzahl von Martin’s Seife kaufen.

Hat dir dieser Beitrag gefallen?

Dann teile ihn doch mit deinen Freundinnen und Freunden. Vielen Dank dafür. 

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email
Share on twitter
Share on xing
Vielleicht interessiert dich auch das hier?

Ähnliche Beiträge

Wer hat’s geschrieben?

geschrieben von
Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email
Share on twitter
Share on xing

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Gefällt dir dieser Artikel besonders gut oder hast du eine Frage?

Wir würden uns sehr freuen, wenn du diesen Artikel mit deinen Freunden teilst oder uns einen Kommentar mit Lob, Kritik oder einer Frage hinterlässt.

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email
Share on twitter
Share on xing

Danke für dein Feedback!

Gefällt dir dieser Artikel oder hast du eine Frage dazu? Dann lass uns doch einen Kommentar da oder teile diese Seite mit deinen Freunden.

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on email
Share on twitter
Share on xing