Bärentatze, Klickie, Flatpedal. Namen für Pedale gibnt es viele. Wer jedoch viel und intensiv auf dem Rad unterwegs ist, kommt in den meisten Fällen nicht an einem Klick-Pedal vorbei. Fürs Rennrad und den Crosser ist die Auswahl der „üblichen Verdächtigen“ überschaubar. Doch auch hier lohnt es, über den Tellerrand zu schauen…

Auch ich fahre „eingeklickt“ und bin dabei ein großer Fan. Das hat bei mir allerdings weniger damit zu tun, dass ich mir die Vorteile in Sachen Effektivität zu Nutze mache, sondern vielmehr hat das Ganze für mich einen meditativen Charakter. Sobald sich die Cleats meiner Schuhe in die Pedale klicken fühle ich mich zu meinem Rad verbunden. Wir bilden eine Einheit und gehören zusammen. Es klingt paradox wenn ich davon rede loslassen zu können, während ich mit den Klick-Pedalen eine feste Bindung eingehe, aber genau so ist es. Sobald ich mit meinem Rad verbunden bin kann ich den Alltag loslassen, ihn ein Stück weit ausblenden und mich einfach nur auf das Radfahren konzentrieren – wie gesagt, alles beginnt mit einem Klick.

 

Für mich ist es in diesem Fall auch nicht wichtig ein dem Genre entsprechendes Pedal zu fahren. Rennrad Pedale haben hier klar die Überhand, ich jedoch habe mich dazu entschlossen ein Mountainbike Pedal an meinem Gravelbike zu fahren. Zum einen hat es ganz einfach praktische Gründe, denn auch auf dem Mountainbike fahre ich die SPD Klick-Pedale von Shimano und kann so an beiden Bikes die selben Schuhe benutzen. Viele werden sich jetzt fragen ob das Sinn macht und ich will es euch beantworten: ja! Wenn ich zu einer Tour aufbreche möchte ich keine Geschwindigkeitsrekorde brechen, möchte mich nicht mit anderen Fahrern messen und lasse meist sogar das Smartphone zu Hause um abschalten zu können.

 

„Sobald ich mit meinem Rad verbunden bin kann ich den Alltag loslassen, ihn ein Stück weit ausblenden und mich einfach nur auf das Radfahren konzentrieren“ // Stephan Peters

 

Umdrehung für Umdrehung treiben meine Pedale mein Rad an und bringen mich dem Abenteuer entgegen. Abenteuer ist das richtige Stichwort, denn auf meinen Touren möchte ich etwas erleben, die Natur spüren und schöne Landschaften entdecken. Nicht selten halte ich hier und da an, laufe zu einem kleinen Café oder vertrete mir an einer schönen Location die Beine – hier kommt mir der größere Komfort meiner Mountainbike Schuhe sehr gelegen, denn die SPD Cleats sind bei weitem nicht so wuchtig wie die Kunststoff-Platten der Rennrad Pedale, so dass man damit hervorragend laufen kann. Auch beim Fahren gibt es für mich einen entscheidenden Unterschied, der sich für mich positiv bemerkbar macht. Ich fahre am liebsten Singletrails mit losem Waldboden, vielen Wurzeln und jeder Menge Potential Spaß zu haben. Hier und da ein kleiner Sprung oder ein Rutschen in der Kurve, das sind Sachen die mir Spaß machen. Mit der größeren Flexibilität und leichteren Möglichkeit ein- und auszuklicken bringt mir das SPD Pedal hier definitiv mehr Sicherheit und somit letztendlich auch mehr Fahrspaß. Mir zeigt dies erneut, dass es nicht immer das vermeindlich perfekte Equipement sein muss um glücklich zu sein und man sich eher darauf konzentrieren sollte was Spaß macht, als sich mit irgendwelchen Theorien und Datenblättern zu befassen. Probiert es ruhig mal aus!

 

Aber über welches Pedal rede ich hier eigentlich die ganze Zeit? Die Rede ist von Shimanos’ „XTR“ Pedal, das auf die förmliche Bezeichnung „PD-M985“ hört. Es ist auch lackiertem Aluminium gefertigt, verfügt über eine gedichtete Stahlachse und bietet die Möglichkeit die Schuhe auf beiden Pedalseiten einzuklicken. Die Auslösehärte ist dabei einstellbar und lässt sich mühelos mittels Inbus Werkzeug verstellen. Der integrierte Pedalkäfig dient dabei nicht nur als Schutz für den Bindungsmechanismus, sondern sorgt zudem auch für einen gewissen Grip, wenn man nicht mit dem Pedal eingeklickt ist.

 

 

Shimano Pedal XTR

Shimano

PDM-985

Preis: online ab 99,99 Euro

Gewicht: 371g (Paar)

Info:  Shimano