Kolumne: Philipp Erwig über sein Radentscheid Engagement

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Der Radentscheid Marl ist ein bisschen anders. Zum einen, weil er der erste Radentscheid in einer kleinen Mittelstadt mit nur 85.000 Einwohnern ist. Zum anderen, weil just zu Beginn der Stimmensammlung die Coronakrise die Karten völlig neu mischte. Für unsere Ausgabe #11 hat uns Philipp Erwig „seine“ Stadt Marl gezeigt und uns erzählt, wie sich Corona auf den Radentscheid ausgewirkt hat. In dieser Kolumne verrät er uns seine persönliche Motivation für sein Engagement.

Warum setze ich mich für eine bessere Radinfrastruktur in Marl – die Stadt, in der ich lebe – ein? Wieso möchte ich etwas für Fahrradfahrer tun und in der Community mitarbeiten? 

 

Ich bin großer Fan davon, dass jeder etwas gibt, damit sich unsere Gesellschaft weiterentwickelt. Vielen, besonders in der jungen Generation, fällt ständig auf, dass manche Dinge in unserer Gesellschaft nicht so sind, wie er oder sie es sich vorstellt – egal in welche Richtung. Dem einen gefallen vielleicht nicht die politischen Parteien in unser Regierung oder in den Räten. Der nächste findet, dass wir zu wenig für die Digitalisierung oder Bildung tun. So finde ich, dass wir uns mit alternativen Verkehrskonzepten beschäftigen sollten. Außerdem fahre ich persönlich schon immer Rad. Ich nutze es als Sportgerät und auch als Verkehrsmittel. Was liegt da näher, als sich genau dafür einzusetzen. Es wird sich nicht jeder für jedes Thema stark machen können. 

 

Das Fahrrad hat viele Potenziale. Denken wir mal von Kindern hoch zu Erwachsenen. Kinder haben schon lange, bevor sie überhaupt an den Führerschein denken, die Möglichkeit mobil zu sein. Jugendliche haben ein fantastisches Sportgerät, das Lifestyles prägt. Und auch ihnen ermöglicht das Fahrrad ein großes Stück Eigenständigkeit. Erwachsene können zur Arbeit pendeln, auch ohne Führerschein und können ihre Umwelt genießen. Je älter die Menschen werden, desto größer wird der Aspekt, dass Fahrrad fahren auch ziemlich gesund ist. 

Wir können das Fahrrad in verschiedene Berufe einbinden. Die Post macht es schon immer. Aber auch andere Branchen wie Lieferdienste, Handwerker und viele weitere entdecken das Potenzial des Rads. In anderen Ländern wie Dänemark und die Niederlande gehört das Rad fest zum Leben dazu. Dort wird vorgemacht, dass die Vorteile des Fahrrads die Nachteile überwinden. Diese Liste ist bestimmt noch ewig fortsetzbar…

Wir wollten eine möglichst kontaktlose Unterschriftensammlung realisieren. Wir stellten also die Listen und Flyer als PDF zur Verfügung, damit Bürger diese ausdrucken und ausfüllen konnten. Wir benutzen unsere privaten Briefkästen als Einwurfmöglichkeit und kamen so auf immerhin 25 „Wahlurnen“. Wir bauten uns selbst eine Google Maps Karte mit den Standorten der Briefkästen, damit die Menschen diese auch finden konnten.

Philipp Erwig (Radentscheid Marl-Geschichte, lifeCYCLE #11)

Andere Verkehrssektoren haben eine riesige Lobby, die uns Radfahrern leider noch ein wenig fehlt. Aber je mehr Menschen sich zusammenschließen, desto lauter wird unsere Stimme. Für mich ein Grund mehr, meine Stimme mit einzusetzen. Für mich spielt der Klimawandel eine große Rolle. Wir alle wissen, dass wir es uns nicht ewig leisten können mit dem Auto zu fahren. Das Fahrrad verhilft scheinbar nebenbei dazu, Produkte aus der Region zu kaufen und lange Transportwege einzusparen. Auch hier könnte man die Liste wieder lange fortsetzen.

Als dies und der Drang sich für unsere Gesellschaft einzusetzen, motiviert mich, einen Radentscheid mitzuorganisieren. Damit auch andere etwas von dieser Motivation haben – denn alleine erreicht man leider oft nur wenig. So möchte ich die gesamte Fahrradcommunity unterstützen. 

lifeCYCLE Magazin #11

Unsere Geschichte „Fahrradstadt Marl?“ und viele weitere spannende Stories rund ums Radfahren findest du in unserer Ausgabe #11.

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