Walter Jungwirth: tausend Kilometer Süden

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Zugfahren ist schön, kann aber auch langweilig werden wenn man keine Beschäftigung hat. Damit das nicht passiert, nehme ich in der Regel ein Buch mit um mir die Zeit zu vertreiben. Soviel schon mal vorab: Dieser kleine Bericht von der Randonneursfahrt „Mille du Sud“ von Walter Jungwirth reicht genau für eine rund achtstündige Fahrt im Zug.

 

Mit einer rund achtstündigen Lesedauer sollte auch klar sein, dass es sich bei diesem Buch nicht um einen komplexen Roman handelt, eher um eine kompakte Erzählung, die man sich in kurzer Zeit zu Gemüte führen kann. Im Buch wird von einer 1000 Kilometer langen Fahrt mit Start und Ziel in der Provence berichtet, mit steilen und anspruchsvollen Alpenpässen, tosendem Wind, totaler Übermüdung und kurzen Schlafstopps an Bushaltestellen – was für den einen wie Urlaub klingt, mag für den anderen der pure Alptraum sein. Sicher ist, dass Walter Jungwirth kein erfahrener Autor ist und auch seine 52 Lebensjahre spiegeln wohl sich in seinem Schreibstil wider. Genau das ist es jedoch, was dieses kleine Buch so spannend macht: Es ist ein absolut authentischer Bericht einer Fahrt, der man am Ende einfach nur Respekt zollen muss. Man könnte dieses Buch also definitiv als Anfang eines eigenen Abenteuers nehmen, um aufzubrechen, um etwas zu erleben!

Covadonga Verlag
160 Farbseiten
Hardcovercover
ISBN 978-3-95726-023-9
14,80 Euro

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