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Lastenrad Vergleich: GinkGo Bike Test

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GinkGo Bike ist das Produkt von zwei Freunden, die beide Nachwuchs erwarteten und diesen per Fahrrad transportieren wollten. GinkGo kommt ohne E-Motor aus, soll sich fahren wie ein normales Fahrrad und fast genauso leicht sein. Klingt gut? Wir haben es ausprobiert.

Inhalt

GinkGo Bike: Unsere Mini-Testfahrt auf der Eurobike

Das Lastenrad von GinkGo Bike macht einiges anders. Und das nur, um nicht so anders zu sein wie ein normales Fahrrad! Das war oberstes Ziel: Dieses Cargobike soll nicht viel schwerer sein, als ein normales Fahrrad und es soll sich nicht viel anders fahren lassen. Ist das so? Unser Lastenrad Vergleich Test soll es zeigen.

Lastenrad vergleich test
Kompakter geht’s kaum. Ein spannendes Konzept mit interessanten Detaillösungen.

GinkGo Bike: Details

Wie will man das schaffen? Kernstück vom GinkGo Bike Lastenrad ist der sehr leichte Rahmen mit integrierter Ladefläche. Im Gegensatz zum klassischen „Long John“ ist die Ladefläche quasi komplett in den Rahmen integriert, wodurch das Rad insgesamt relativ kurz ist und zudem Platz für herkömmliche Laufräder in 700C bietet, die per Schraubachsen eine steife Verbindung mit Rahmen und Gabel eingehen. Alles zusammen ist dafür verantwortlich, dass sich dieses Fahrrad im Vergleich zu anderen ziemlich „normal“ fahren lassen soll. Ob das so ist? Wir haben das mal ausprobiert.

Lastenrad vergleich test
700C Bereifung an der Front – im Lastenrad Bereich eine eher seltene Erscheinung, die dem GinkGo Bike ein klasses Handling verleiht.

Leicht ist es schonmal, das merkt man direkt. Kurz auch. Wobei das vor allem auffällt, weil die Fußspitzen schnell den Rahmen vom Lastenrad berühren, wenn man in die Pedale tritt und nicht aufpasst. Hier will man noch etwas mehr Platz schaffen – so wird uns nach der Probefahrt versprochen. Ansonsten ist es gelungen: Das GinkGo Bike erfordert, im Vergleich zu vielen anderen Lastenrädern, in der Tat quasi keine Eingewöhnung. Es rollt super ruhig und gutmütig, den großen Laufrädern sei Dank. Zudem befinden sich die Transportgüter schön tief und schön zentral, was auch mit Ladung für gutes Handling sorgt. Dass dieses Handling in der Tat sehr gut ist, beweisen übrigens auch diverse Videos des Youtube Channels von GinkGo Bike.

Lastenrad vergleich test
Eine einfache, aber funktionelle Lösung: Die Gabel wird mittels direktem Lenkgestänge angesteuert.

So ganz ohne Kompromisse sind die Vorteile des Konzepts jedoch nicht möglich. Insbesondere die eingeschränkte Ladefläche ist natürlich nicht jedermanns Sache. So wird man mit dem GinkGo sicher nicht mehr als zwei Getränkekisten transportieren können und auch für die Kids wird’s schnell eng. Apropos: Geplant sind verschiedene Ladeflächenoptionen, vom einfachen Kindersitz bis zum überdachten Zweisitzer, und eine super puristische Minimallösung für Weight-Weenies. Ziemlich cool hingegen: Die Kids können während der Fahrt Mutti oder Vati beim Trampeln zusehen.

Momentan kann das Bike per Vorbestellung direkt beim Hersteller geordert werden. Danach wird es etwas teurer, ein wenig Pioniergeist kann sich also lohnen. Unser Eindruck: Das ganze läuft ziemlich persönlich und auf Vertrauensbasis, zumindest für den Moment. Bei Interesse also am besten einfach mal anschreiben oder anrufen.

Lastenrad vergleich test
Natürlich ist die Ladefläche ein wenig eingeschränkt. Wer keine Lasten-Rekorde aufstellen will, den wird das vermutlich wenig stören.

GinkGo Bike: Fazit

Für wen ist dieses Lastenrad? Es ist ganz klar weniger die voluminöse Familienkutsche, als ein wirklich sportliches Lastenrad. Wer gern schnell und effizient unterwegs ist und keine Transportrekorde aufstellen will, findet hier eine wirklich spannende Alternative zum sportlichen Platzhirsch aus Dänemark. Vor allem aber ist das GinkGo ein Bike für alle, die Nägel mit Köpfen machen und auf einen E-Motor verzichten wollen.

Falls noch jemand Zweifel an der Geländegängigkeit des GinkGo Bikes hat… dieses kleine Video dürfte diese auslöschen… 😉

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Martin Donat

Martin Donat

Erfahren im Abenteurern. Seit 20 Jahren in der bunten Fahrradwelt unterwegs. Aus der Leidenschaft wurde ein Job: Seit zwei Jahrzehnten ist Martin als Redakteur, Fotograf und „Mädchen für alles“ tätig. Rennräder, Gravel- oder Mountainbikes sind seine Welt und das Thema Nachhaltigkeit ist für ihn mehr, als ein Modewort.

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