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Test: Der neue FiveTen District Flat Schuh

Kürzlich präsentierte Schuh Gigant FiveTen einen neuen Fahrradschuh in Sneaker Optik - den „District Flat“, welcher über eine glatte Oberfläche und eine neue Sohle verfügt. Wir haben den Schuh 2 Monate lang für euch getestet und über die Trails bewegt!

Inhalt

Als ich den neuen FiveTen District Flat aus dem Karton hole bin ich leicht verblüfft, denn dieser Schuh sieht keinesfalls aus wie ein Flatpedal Schuh wie ich ihn aus meinem Fundus kenne. Er erinnert mich zunächst an einen normalen Sneaker mit einem gewissen Touch Eleganz – ganz ehrlich, den würde ich auch auf einer Hochzeit tragen. Da ich den Schuh aber nicht zum feiern, sondern zum Radfahren geordert habe, ist dieser Gedanke schnell verflogen. Und ich widme mich dem Testen bzw. anprobieren.

Fiveten district flat lifecycle magazine
Der neue District Flat könnte auch als normaler Sneaker durchgehen

Allgemein

Wie gesagt, optisch ist der Schuh ein absoluter Knaller und vor allem für Leute interessant, die einen allround Schuh suchen, der auch für die Radtour mit der Freundin tauglich ist und nicht so dick aufträgt wie ein FiveTen „Impact“ zum Beispiel. Die Verarbeitung ist wie üblich klasse und ich finde nichts auszusetzen. Für 79,95 Euro ist der Schuh zudem auch vergleichsweise günstig, wobei man bedenken muss, dass beim „District Flat“ nicht die bekannte „Rubber Stealth“ Sohle bzw. Gummimischung zum Einsatz kommt. Hier kommt nämlich die sogenannte „Marathon Sohle“ zum Einsatz, die eine hohe Haltbarkeit und super Grip kombinieren soll. Zudem soll eine verbesserte Dämpfung des Schuhs erreicht werden. Ob die Sohle hält was sie verspricht? Ihr werdet es hier gleich erfahren! Das Obermaterial des Schuhs besteht übrigens aus PU beschichtetem Leder, was nicht nur robust sondern auch wasserabweisend sein soll.

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Gold-Details für den nötigen “Pimp-Faktor”
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Die “Marathon” Sohle ist nicht so tief wie man sie von den “Stealth” Schuhen kennt, verfügt dennoch über jede Menge Grip

Passform & Details

Nun wird es aber Zeit den Schuh anzuprobieren und als erstes fällt mir auch, dass der „District Flat“ wirklich etwas größer ausfällt. In allen FiveTen Schuhen fahre ich 44,5, beim „District Flat“ allerdings „nur“ 44. Das sollte man beim Bestellen berücksichtigen oder besser noch im Fachhandel anprobieren. Einmal drin im Schuh macht sich ein sehr angenehmes Gefühl breit. Der Schuh ist super bequem, weiß bzw. gut gepolstert und schon bei den ersten Schritten spüre ich die angenehme Dämpfung – kein Vergleich zu meinen Downhill Schuhen. Was allerdings ebenfalls nach wenigen auffällt ist, dass keine Lüftungslöcher vorhanden sind und ich selbst ohne sportliche Aktivität bereits anfange leicht zu schwitzen. Wie soll das nur auf dem Trail werden frage ich mich, während ich zur Garage laufe um mein Bike zu holen.

Test

Kommen wir nun zum entscheidenden Teil, dem Test auf dem Bike bzw. den Pedalen. Ich fahre Flatpedals aus Überzeugung, ich muss einfach gelegentlich den Fuß runternehmen und in Kurven zum Drift ansetzen. Genauso liebe ich es aber auch einen sehr festen Stand auf dem Pedal zu haben und dafür ist die Schuhsohle nunmal essentiell wichtig. Da ich den direkten Vergleich zwischen der klassischen FiveTen Sohle und dem neuen Schuh habe, sollten mir Unterschiede doch direkt auffallen, oder? Und so ist es auch. Bereits auf dem Weg zum Trail merke ich, dass die Sohle etwas dünner ist und so ein höherer Kontakt zum Pedal besteht. Das ist angenehm und verstärkt einen Effekt, den ich ohnehin mag: sehr flache Pedale um möglichst nah an der Pedalachse zu stehen. Wer jetzt allerdings denkt, dass die Sohle aufgrund der geringen Stärke eventuell unangenehm ist irrt gewaltig. Die angesprochene erhöhte Dämpfung macht hier einen super Job, so dass man zwar direkten Pedalkontakt hat, dennoch auf Komfort nicht verzichten muss. Zudem ist die Sohle bzw. der Schuh schön fest, was an der einteiligen Bauweise liegt – er verbiegt sich kaum und bietet somit auch genügend Halt, wenn man nicht mit dem ganzen Schuh auf dem Pedal steht.

In Sachen Grip gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden, denn der ist eines Flatpedal Schuhs mehr als würdig. Dennoch gibt es einen deutlichen Unterschied zu meinen anderen FiveTens’ mit „Stealth“ Sohle. Die Marathon Sohle ist nicht so tief & weich, dass sich auch die Pedalpins nicht so tief hineinbohren. Das hat zur Folge, dass man den Fuß deutlich leichter Umsetzen kann, was vor allem für Trickser und verspielte Fahrer definitiv ein Vorteil ist. Dennoch ist der allgemeine Grip klasse und lässt keine Wünsche offen, als reinen Downhill Schuh zB würde ich ihn aber nicht benutzen wollen, da es mir dort auf bedingungslosen Grip ankommt und nicht zwingend die Möglichkeit den Schuh leicht zu versetzen.

Was mir allerdings etwas unangenehm aufgefallen ist, ist die bereits angesprochene Tatsache der fehlenden Belüftungslöcher. Meine Füße schwitzen beim Fahren relativ stark in den Schuhen.

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Belüftungslöcher sucht man vergeblich: schwitzen ist angesagt
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Das PU beschichtete Leder des Obermaterials sorgt dafür, dass ihr immer trockenen Fußes bleibt

Fazit

Der „District Flat“ ist die perfekte Mischung zwischen kompromisslosen Bikeschuh und schickem Sneaker für die „normale“ Radtour zur Eisdiele. Der Komfort ist hoch, der Grip toll und die Vielseitigkeit ungeschlagen. Für knappe 80€ machst du mit diesem Bike Schuh definitiv nichts falsch, so lange du nicht als reiner Downhillfahrer unterwegs bist.

Preis: 79,95 Euro

Info: http://www.fiveten.com/us/bike/district-black

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Stephan Peters

Stephan Peters

Mountainbike seit 2000 | Roadbike seit 2010 | Das Auge von lifeCYCLE. Auf der Suche nach dem perfekten Licht, dem perfekten Motiv und der optimalen Stimmung gibt sich Stephan erst zufrieden, wenn alles passt.

Eine Antwort auf „Test: Der neue FiveTen District Flat Schuh“

  1. Hallo Martin,
    ich besitze diese Schuhe auch. Der Grip ist hervorragend, aber durch das Schwitzen bekommt man bei Temperaturen unter 10°C schnell kalte Füße. Deswegen ziehe ich diese nicht mehr gerne an.
    Viele Grüße
    Olaf

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