Der Super Gravity NRW Cup 2017 ist Geschichte,  denn am vergangenen Wochenende ging das Finale im sauerländischen Schmallenberg über die Bühne. Wir haben den Seriensieger der Herren zum Interview gebeten…

Am Wochenende des 1. Oktobers sollte es im beschaulichen sauerländischen Örtchen Gellinghausen zur Sache gehen – am Skihang „Hohe Lied“ sollte das Finale des Super Gravity NRW Cup über die Bühne gehen. Der fünfte und alles entscheidende Lauf, bei dem nochmal wichtige Punkte für die Gesamtwertung verteilt wurden. Was das ganze noch spannender machte, war die Strecke bzw. das Wetter. Am Trainings-Samstag verwandelte der Regen die Strecke in eine reinste Matschgrube, was bei vielen offenen und hängenden Wiesenkurven für jede Menge ungewollte Rutscheinlagen sorgte. Auch am Sonntag, dem Finaltag, wurde im Training noch ordentlich gerutscht, wobei sich das Wetter von seiner besten Seite zeigte und die Strecke Nachmittags weitestgehend abgetrocknet war – perfekte Bedingungen also für spannendes Racing. Der Modus war einfach, denn es gab nur einen Rennlauf. Alles oder nichts entschied also über Sieg oder Niederlage.

Am besten schlug sich erneut Max Wegener, der in dieser Saison schon mehrfach auf sich aufmerksam gemacht hatte. Er sicherte sich nicht nur den Tagessieg bei den Herren, sondern fuhr gleichzeitig auch noch die Gesamtwertung ein. Ein Grund mehr ihn zum Interview zu bitten!

max wegener schmallenberg lifecycle magazine

Hängende Wiesenkurven bei matschigen Verhältnissen waren für Max eher ein geringes Problem

 

Hey Max, Glückwunsch zum Sieg in Schmallenberg und dem Gesamtsieg. Wie fühlt es sich an die Saison so beendet zu haben?

Hey, ich danke euch! Ist natürlich ein super Gefühl zum Saisonende nochmal auf dem Podium zu stehen. Einen besseren Motivations-Boost  kann man sich für die Offseason kaum wünschen. 

 

Die Strecke in Schmallenberg war generell sehr einfach gestrickt, aber das Wetter hat das ganze spannend gemacht wegen den feuchten Wiesenkurven. Stehst du auf sowas oder hast du lieber „richtige“ Downhillstrecken?

Normalerweise gefallen mir anspruchsvolle und technische Strecken besser, aber es macht immer riesig Spaß eine Strecke zu fahren, bei der man sich fast keine Gedanken über Linienwahl machen muss und einfach mal nur Ballern kann. 

 

Die Saison ist um – was ist dein Plan für die Offseason? Alternativprogramm oder Flucht in die Sonne?

Alternativprogramm klingt ganz passend. Im Winter bin ich bei schlechtem Wetter oft mit dem Slopestyle Bike in der Skatehalle unterwegs oder wenn es das Wetter gut meint natürlich auch im Wald zum Downhill oder Enduro fahren. Achja und ein bisschen Fitness Training gehört natürlich auch dazu.

 

Die Saison 2017 war für dich wirklich erfolgreich. Hast du dir schon Ziele fuer nächstes Jahr gesteckt oder lässt du das locker auf dich zukommen?

Diese Saison lief um einiges besser als ich erwartet habe. Das motiviert natürlich fürs nächste Jahr, was ohnehin schon mit „Angriff“ im Kalender markiert war.

 

Was war in dieser Saison dein Highlight bzw dein Lieblingsrennen?

Ganz klar das Rasenrennen in Olpe! Es ist zwar eher eins der kleineren Rennen, aber es hat jedes Jahr eine super tolle Atmosphäre und es ist, sowohl als Fahrer als auch als Zuschauer immer ein riesen Spass. An dieser Stelle auch mal ein großes Dankeschön an Frank „Wipp“ Wipperfürth und das FrOErider Team, die dieses Event so genial organisieren!

max wegener schmallenberg lifecycle magazine

Mit Vollgas in Richtung Ziel – wo viele andere auf dem Boden lagen fräste Max eine ordentliche Furche in den matsch

 

Noch eine Sache zum Rennen in Schmallenberg: denkst du, dass solche verhältnismäßig einfachen Strecken dazu führen, dass auch junge Fahrer und Anfänger mehr Motivation bekommen um ins Renngeschehen einzusteigen, oder sollte es mehr Rennen auf „echten“ DH Strecken geben um das Level anzuheben?

Ich finde es super, dass es diese „kleinen“ Rennen gibt und ja ich glaube dass es eine super Möglichkeit ist für Einsteiger mal in den Rennsport reinzuschauen. Schmallenberg war 2015 auch meine zweite Veranstaltung als ich angefangen hab Rennen zu fahren. Und meiner Meinung nach mangelt es nicht an richtigen Downhill Strecken. Man muss nur teilweise ein wenig Zeit auf der Autobahn verbringen bis man dort ist.

 

Du sprichst es selbst schon an: du fährst erst seit 2 Jahren Rennen. Wie kommt es, dass du trotzdem so schnell und erfolgreich bist? Ist es der Spaß an der Sache und dass du ohne Leistungsdruck fährst?

Der Spaß und die Leidenschaft spielen auf jeden Fall eine große Rolle. Und ich bin in meiner Kindheit so viel Rad gefahren, sodass ich viele Techniken, die mir jetzt im Downhill Sport sehr helfen beinahe intuitiv gelernt hab ohne damals so richtig darüber nachzudenken. Ich hatte einfach Spaß an dem was ich mache und das hat sich bis heute nicht geändert.

 

Das klingt verdammt gut und absolut vielversprechend. Wir sind auf deine nächste Saison gespannt und vielleicht sprechen wir uns ja dann nach einem Titel im German Downhill Cup wieder! Viel Erfolg

 

 

Jede Menge Bilder vom Rennen findet ihr übrigens hier: lifeCYCLE Facebook

 

 

Neben Max Wegener gab es natürlich noch viele weitere Gewinner beim Super Gravity NRW Cup, daher möchten wir euch hier auch die Ergebnisse zeigen:

 

Lauf 5 in Schmallenberg

HERREN / JUNIOREN U19
1. Max Wegener | 2. Nino Zimmermann | 3. Cedric Reinhold

DAMEN

1. Steffi Monshausen | 2. Stefanie Rickfelder | 3. Mara Hinrichs

SENIOREN

1. Markus Bast | 2. Robin Mölders | 3. Rene Krüdelbach

JUGEND MÄNNLICH U17 / U15

1. Kaya Knotte | 2. Elias Kaiser-Müller | 3. Julian Hille

Gesamtwertung 2017

HERREN / JUNIOREN U19

1. Max Wegener | 2. Nino Zimmermann | 3. Cedric Reinhold

DAMEN

1. Suzann Liebert | 2. Christin Heyer | 3. Steffi Monshausen

SENIOREN

1. Markus Bast | 2. Robin Mölders | 3. Rene Krüdelbach

JUGEND MÄNNLICH U17 / U15 

1. Julian Hille | 2. Henry Munz | 3. Elias Kaiser-Müller

 

Die restlichen Ergebnisse und die Gesamtwertung gibt es hier:

http://time-and-voice.com/mtb/schmallenberg-2017/ergebnisse