Vorhang auf für das neue Propel. Giant´s Aero-Rennrad, in dem schon im bisherigen Modell alles an Technologie und Hirnschmalz steckte, was zur Zeit so zur Verfügung steht. Doch darauf hat sich Giant nicht ausgeruht, wie man uns erklärt. Und zeigt uns gleich noch ein echtes Leckerli: Warren Barguils original Tour de France Berg-Rad!

 

Eine der spannendsten Infos ist sicherlich, dass Giant sich ganz klar und ausdrücklich zur Scheibenbremse bekennt. „Wir glauben daran, und deshalb haben wir sie auch voll und ganz bestmöglich ins Rahmenkonzept integriert“, erklärt uns Giant Mann Marc Kessing. Dabei will man erstmal mit einigen Vorurteilen aufräumen. Die Schreibenbremse sei zwar etwas schwerer aber hinsichtlich der Aerodynamik habe sich im Windkanal gezeigt, dass sie – gut ins Rahmendesign integriert – sogar Vorteile gegenüber einer Aero-Felgenbremse bietet.

Das neue Rahmenkonzept zählt voll und ganz auf die perfekte Integration der Scheibenbremse

Was für hinten gilt, zählt natürlich auch fürs Forderrad

Auch der Rahmen wurde überarbeitet und im Windkanal optimiert. Die frühere Tropfenform der Rohre ist nun Geschichte: Die war zwar bei frontalem Wind optimal. Meistens komme der Wind aber von der Seite und genau darauf ist der Rahmen nun optimiert. Außerdem hat er in der Top-Variante eine voll integrierte Sattelstütze und nutzt vorn wie hinten 12 mm Steckachsen.

Tropfenform ade: der neue Rahmen berücksichtigt vor allem, dass Wind in der Regel von der Seite kommt und meist nicht direkt frontal

So sieht es in der Totalen aus: das Top Modell „Propel Advanced SL“

Auch das Unterrohr bekam eine im Windkanal erarbeitete Form

Das Unterrohr von oben betrachtet. Schön ist es jedenfalls!

Besonders viel Liebe bekam die neue Lenker-/Vorbaukombo ab. In ihr wurden alle Kabel und Züge integriert, so dass man sämtliche Verwirbelungen eliminiert und einen optimalen CW Wert erhält. Die Bikes kommen alle mit einem aerodynamischen Fahrradcomputermount mit Adaptern für verschiedene Radcomputer.

Viel Hirnschmalz investierte man in die neue Lenker-/Vorbaueinheit. Auch, wenn sie kompliziert wirken mag, laut Giant lässt sie sich sehr einfach warten und austauschen. Außerdem sind unterschiedliche Vorbaulängen erhältlich.

Windschnittig, oder?

Vorn und hinten werden verschiedene Felgenhöhen verwendet. Hinten kommt eine hohe Felge (65 mm) für beste Aerodynamik zum Einsatz. Vorn eine etwas flachere Felge (42 mm) für bestes Handling. Laut Giant habe das neue „Propel“ bessere Aerodynamikwerte als die Pendants von Trek, Canyon und Specialized.

Radfahren und Fotografieren ist eine fantastische Kombination. Vor allem, wenn der eigene Nachwuchs zum Fotomodel wird! Radfahren ist ein echtes Zukunftsmodell.

Stephan PetersGründer, Redakteur, FotograflifeCYCLE MagazineEnse Bremen

Nachhaltigkeit ist für uns kein Modewort. Aber nie war eine nachhaltige Lebensweise so wichtig und darum so aktuell und modern, wie es heute der Fall ist. Darum erfreut sich das Fahrrad einer stets wachsenden Beliebtheit und wird immer mehr zu einem Lebensgefühl, dass wir mit unserem Magazin aktiv mitprägen.

Martin DonatGründer, Redakteur, AbenteurerlifeCYCLE Magazine

 

Übrigens kommt das Top Modell mit Shimanos Dura Ace Leistungsmesser. Das günstigste Modell hört auf den Namen „Advanced Disc“ und beginnt bei 3800 Euro. Das Top Modell „Advanced SL“ schlägt hingegen mit stolzen 9999 Euro zu Buche.

Vorn und hinten kommen unterschiedlich hohe Felgen zum Einsatz, um den besten Kompromiss aus Aerodynamik und Handling zu erhalten. Alle Laufräder kommen mit Tubeless Technologie.

Das Einstiegsmodell in die Propel Welt ist knallorange, heisst „Propel Advanced Disc“ und kostet 3800 Euro

Auch das Einsteigermodell kommt mit Tubeless und eigenem Giant Tubeless Reifen

Orange hat auch was, oder?

 

Neben der Scheibenbremse gibt es übrigens noch zwei Dinge, zu denen Giant ganz klar „Ja“ sagt. Zum einen ist das die Tubeless Technologie: Giant stattet alle hochwertigen Mountainbikes und Rennräder ab Werk mit Tubeless Bereifung aus, der Händler muss dann nur noch die Milch einfüllen, sobald das Rad zum Kunden geht. Apropos: Punkt zwei ist der Fachhändler, zu dem sich Giant ebenfalls klar bekennt.

Neben den neuen Rädern gab´s noch ein echtes Highlight zu sehen: das originale Tour de France Rennrad von Warren Barguil, Sieger der Bergwertung. Für eben jene kam bei ihm nicht das Propel zum Einsatz, das eher ein Rad für die langen, schnellen Etappen ist. Wenn´s in den Berg geht, setzen die Profis dagegen eher auf super leichte Räder, wie das Giant „TCR“

Warren Barguils Tour de France Rad! Yeahhhh! Durften wir übrigens trotz sehr freundlicher Nachfrage nicht mitnehmen…

Ein bisschen Motivation während des Rennens darf sein, oder?

Auch, wenn es natürlich mit Sponsorenparts und Speziallackierung völlig anders aussieht: der Rahmen des „TCR“ entspricht laut Giant der Serie.

Warren nutzt, wie viele Profis, Schlauchreifen, die auf die Felge aufgeklebt werden.

Außerdem nutzt er eine herkömmliche Felgenbremse. Dieses Thema gehört sicher seitens der UCI mal geklärt…

Ein bisschen Elektro darf´s dann aber doch sein 😉

Für besten Schaltkomfort im Obergriff hat Warren diesen speziellen Taster montiert. Eindeutig ein Vorteil von „Di2“

Der Giant Eigene Fahrradcomputer-Mount ist für diverse Computer Hersteller passend