Mittlerweile sind wir es von Canyon gewohnt: Wenn die Company aus Koblenz sich eines neuen Bikes annimmt, dann richtig. Das bedeutet in der Regel nicht nur ein schickes Design am Rahmen von der Stange, sondern eine Reihe von interessanten Details und Lösungen, die manchmal sogar überraschen. Umso gespannter waren wir darauf, endlich Canyons Interpretation des Gravel Bikes zu begutachten. Und das hört auf den Namen: Grail.

 

 

Canyon ging also her und definierte erstmal für sich selbst den Begriff Gravel-Bike. Was muss ein Gravel-Bike können? Canyon sieht das so: „Es geht darum, auch entlegenste Sports zu entdecken, einfach nur den Verkehr hinter sich zu lassen, unterwegs zu sein. Gravel eröffnet mehr Menschen als je zuvor die Möglichkeit, auf und abseits der Straße gleichermaßen spaß- und performance-orientiert unterwegs zu sein. Die Suche nach einem Bike, das gleichzeitig leichtfüßig auf der Straße und zuverlässig im Gelände agiert, inspirierte uns dazu, den Sweet Spot zwischen Geschwindigkeit und Komfort zu finden.“

 

Canyon Grail 2018

Keine Frage: An so einem schönen Ort macht’s mit dem Grail nochmal so viel Spaß 😉

 

Was also hat sich Canyon ausgedacht, um diesen „perfekten Kompromiss“ umzusetzen? Das markanteste Element ist ganz klar der Doppeldecker-Lenker, den Canyon „Hover Bar“ nennt. Der ist so eine Art Parallelogramm-Federung: Die „Flex Area“ soll Stöße und Vibrationen absorbieren, dennoch soll der Lenker an Drops und beim Sprinten steif und effizient sein. Canyon vergleicht dieses Cockpit mit „anderen Federungssystemen“, die deutlich mehr Gewicht auf die Waage bringen. Der „Hover Bar“ wiegt rund 120 g mehr, als ein herkömmliches Canyon Cockpit.

 

Canyon Grail 2018

Ob einem der Canyon Lenker gefällt oder nicht ist eine andere Frage. Immerhin soll er aber als eine Art Federung funktionieren und somit sehr viel Sinn machen. Form follows function…

 

Vorn federt der Lenker, hinten die Sattestütze: Dort kommt die bekannte „VCLS 2.0“ Sattelstützentechnik zum Einsatz, die ebenfalls die Eigenschaften von Carbon optimal nutzen soll und Komfort mit Effizienz kombiniert.

 

Canyon Grail 2018

Ein Gravelbike ist eben nicht nur auf Gravel unterwegs, sondern soll auch auf der Straße Spaß machen.

 

In Sachen Geometrie mixt Canyon Road- mit MTB-Elementen. Ein verlängerter Radstand soll für eine stabile Fahrt sorgen, ein kurzer Vorbau und ein breiter Lenker, beides vom MTB abgeguckt, sollen maximale Agilität liefern. Alle Grail-Modelle kommen mit 40 mm breiten Schwalbe „G-One Bite“ Reifen und tubeless Felgen.

 

Canyon Grail 2018

Hier am „Grail CF SLX 8 di2“ ist das Topeak Bikepacking Setup montiert, dass extra fürs Grail entwickelt wurde.

 

Der Rahmen des Grail soll nur 830 g wiegen (M) und trotzdem so stabile sein, dass kompromissloser Geländeeinsatz kein Problem darstellen soll. Canyon setzt bei allen Modellen auf einen 2-fach Antrieb von Shimano, der dank 1:1 Übersetzung (34:34) eine große Bandbreite liefern soll und somit für jedes Gelände gerüstet sein dürfte. Gemeinsam mit Topeak hat Canyon zusätzlich eine Bikepacking Kollektion entwickelt, die optimal aufs Grail abgestimmt ist.

 

Canyon Grail 2018

Sechs Modelle, darunter auch ein „WMN“ Modell für Frauen, wird es vom Grail geben.

 

Es wird sechs Grail-Modelle geben, darunter ein Frauen-spezifisches. Mehr Infos findet ihr hier, dort kann man das Grail auch bestellen: canyon.com/grail